Während in Deutschland die Unterart Chlamydia trachomatis am häufigsten Geschlechtskrankheiten auslöst, treten in tropischen und subtropischen Regionen häufig Bindehautentzündungen auf, die bei ausbleibender Behandlung sogar zur vollständigen Erblindung führen können.
Chlamydien: Übertragung und Ansteckung
Chlamydia trachomatis werden meistens durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, oral oder anal) ausgelöst und können sogar durch den gemeinsamen Gebrauch von Sexspielzeug übertragen werden. Chlamydien werden auch übertragen, wenn die Erreger in andere Schleimhäute, wie zum Beispiel ins Auge gelangen. Dort können die Bakterien dann Bindehautentzündungen auslösen.
Ist eine Frau in der Schwangerschaft mit Chlamydien infiziert, kann sie bei der Geburt ihr Kind anstecken. Bindehautentzündungen und in seltenen Fällen Lungenentzündungen des Kindes sind dann die Folgen.
Symptome einer Chlamydieninfektion
2,5 bis zehn Prozent aller Frauen über 14 Jahren sind in Deutschland mit Chlamydien infiziert. Gesundheitsfragen zeigen deutlich, Schmerzen beim Wasserlassen und ungewöhnlicher Ausfluss aus Vagina bei der Frau oder aus der Harnröhre beim Mann sind die häufigsten Symptome einer Chlamydieninfektion. Bei Frauen können zudem Unterleibsschmerzen und Zwischenblutungen auftreten, beim Mann kann manchmal eine Schwellung der Hoden beobachtet werden. Bei einer Ansteckung nach Oralsex können zudem Halsschmerzen auftreten, nach Analverkehr Ausfluss aus dem After. Doch in den meisten Fällen sind keine besonderen Symptome einer Infektion zu bemerken, so dass Chlamydien häufig unbemerkt bleiben.
Chlamydien: Behandlung mit Antibiotika
Die Inkubationszeit einer Chlamydieninfektion beträgt etwa sieben bis 21 Tage. Bleibt eine Infektion unbehandelt, können schwere Schäden wie Unfruchtbarkeit oder Fehlgeburten bei einer Schwangerschaft auftreten. Doch können Chlamydien gut mit Antibiotika behandelt werden und in der Regel sogar vollständig ausgeheilt werden. Da Chlamydien zu den infektiösesten sexuell übertragbaren Krankheiten gehören, kann eine Therapie aber nur dann erfolgreich sein, wenn alle Sexualpartner eines Infizierten mitbehandelt werden.