Champions League: Aus vier mach’ eins

Wieder mal nur die Bayern – das ist die ernüchternde Bilanz des Champions-League-Achtelfinals. Alle vier deutschen Mannschaften hatten die Gruppenphase überstanden und waren in die Runde der letzten 16 eingezogen. Ins Viertelfinale aber hat es nur der Rekordmeister aus Bayern geschafft.


Schalke, Leverkusen und BVB scheitern

Bayern München ließen nichts anbrennen: Nach einem öden 0:0 im Hinspiel bei Schachtar Donezk bekam der ukrainische Meister im Rückspiel den Hintern versohlt. Mit 7:0 schickten die Bayern den Gegner nach Hause, der sich bereits in der 3. Spielminute in Gestalt von Abwehrspieler Oleksandr Kucher eine rote Karte abholte. Dem schnellsten Platzverweis in der Geschichte der Champions League folgte eine Torflut, wie man sie in der KO-Phase dieses Wettbewerbs auch nicht unbedingt erwarten kann.

Nach dem souveränen Viertelfinaleinzug der Bayern begann die deutsche Malaise: Schalke 04 begeisterte zwar im Rückspiel bei Real Madrid, musste aber nach Abpfiff die Segel streichen. Mit 4:3 hatten die Knappen im Estadio Santiago Bernabéu gewonnen, aber das 0:2 aus der ersten Partie konnten sie damit nicht wettmachen. Nach dem vierten Schalker Treffer von Klaas Jan Huntelaar in der 84. Spielminute schien das Wunder greifbar, es fehlte nur noch ein Tor. S04 warf alles nach vorne, Real schwamm. Das Tor allerdings wollte nicht mehr fallen, Schalke schied aus – wenn auch mit einer begeisternden Leistung.

Bayer 04 Leverkusen machte es sogar noch spannender – das Elfmeterschießen musste im Achtelfinale gegen den Vorjahresfinalisten Atletico Madrid die Entscheidung bringen. Nach einem zerfahrenen Spiel hatte Atletico nach 90 Minuten mit 1:0 die Nase vorn, damit war der Leverkusener Hinspielsieg egalisiert. In der Verlängerung passierte nichts mehr, es ging in den Penalty Shoot-Out. Dort zeigten sich allerdings die Leverkusener Schützen Calhanoglu, Toprak und Kießling als nervenschwach und verschossen allesamt ihre Elfmeter – einer schwächer als der andere.

Als letzter deutscher Verein musste dann Borussia Dortmund ran – die Hinspielniederlage von 1:2 in Turn schien durchaus aufzuholen. Nach drei Minuten allerdings ging der Dortmunder Matchplan schon den Bach runter, als Carlos Tevez aus 20 Metern ansatzlos abzog und der Ball im linken Dortmunder Winkel einschlug. Dieser frühe Turiner Führungstreffer legte Dortmund vollkommen lahm – in den folgenden 87 Minuten klappte so gut wie nichts beim BVB. Im Gegenteil, der italienische Meister legte durch Morata und erneut Tevez nach und siegte vollkommen verdient und ungefährdet mit 3:0.

Dem deutschen Fan bleibt also in der Königsklasse nur das Daumendrücken für die Bayern. Und das könnte in diesem Jahr durchaus von Erfolg gekrönt werden – so wie sie sich im Achtelfinale präsentierten, führt der Champions-League-Titel 2014/15 nur über den FC Bayern München.

Bild: Thinkstock, iStock, snowflock

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