Bye, bye Schnuller

Und da ist er nicht der Einzige. So ein Schnuller kann noch lange Trost spenden, auch, wenn er vielleicht schon gar nicht mehr in den Mund genommen, sondern nur in der Hand gehalten wird. Und ich finde, man sollte das den Kindern lassen, wenn sie es brauchen. Ich weiß, ich rede mich leicht, meine wollten ganz von alleine schon ziemlich bald keinen Schnuller mehr. Und ein Schmusetier ist mit sechs Jahren halt doch ein etwas gewöhnlicherer Tröster und lange nicht so gefährlich für die Zähne.

Zum Thema Abschied vom Schnuller gibt es einiges auf dem Markt. Ein etwas älteres Exemplar, aber durchaus sehr gelungen ist „Ein Bär von der Schnullerfee" von Bärbel Spathelf und Susanne Szesny. Für die Kleineren gibt es seit diesem Jahr zum Beispiel „NORI – Bye-Bye, Schnuller"  von der bekannten Autorin Brigitte Weninger mit Illustrationen von Yusuke Yonezu. Der kleine Kater Nori verliert seinen Schnuller, den er ja sowieso eigentlich nur noch dann braucht, wenn er müde oder traurig ist. Deswegen fällt es ihm auch erst mal gar nicht auf, dass sein Nucki weg ist. Inzwischen finden diverse Tiere den Gegenstand und verwerten ihn jeweils anders: als Kükenschaukel, als Schäfchenhaarspange oder als Ringelschwänzchenkatapult. Als Nori müde wird, fängt er an zu suchen. Doch als er seinen Schnuller wiederfindet, wird ihm klar, dass er ihn nicht mehr braucht und er verabschiedet sich von ihm mit einem schönen Ritual.

Dieses Buch macht es vor allem kleineren Kindern leichter, sich vom Schnuller zu trennen – oder zumindest einmal darüber nachzudenken. Die Texte und Zeichnungen sind einfach aber ausdrucksvoll und auch für Zweijährige schon wunderbar zu verstehen. Und warum nicht einfach Noris Ritual zum eigenen machen?

Brigitte Weninger/Yusuke Yonezu: „Nori – Bye-bye, Schnuller", Februar 2007 bei minedition erschienen. Die gebundenen 32 Seiten sind zu haben für € 9,90.

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