Bundesbank: Nachhaltiger Aufschwung in Deutschland

Beschleunigung zum Jahresende: Laut den Wirtschaftsexperten der deutschen Bundesbank hat die deutsche Wirtschaft vor Weihnachten noch einmal kräftig ins Plus gedreht. Die Stimmung unter den Managern ist gut, allerdings kann es in naher Zukunft zu schwer vorhersehbaren Problemen kommen: Brexit, Trump und Co könnten die derzeit positive Entwicklung negativ beeinflussen.

Positiver Jahresendspurt

Während im dritten Quartal des laufenden Jahres die wirtschaftlichen Kennzahlen eher mittelmäßig waren (Bruttoinlandsprodukt: 0,2 Prozent), haben die letzten drei Monate noch einmal für ein wirtschaftliches Hoch gesorgt: Will man dem Monatsbericht der Deutschen Bundesbank Glauben schenken, bewegt sich die Wirtschaft in Deutschland in Richtung eines nachhaltigen Aufschwungs. Laut den Volkswirtschaftlern der Bank ist der Hauptgrund für diese positive Entwicklung die anhaltend positive Binnennachfrage in Verbindung mit der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt und steigenden Einkommen bei den privaten Haushalten. Zusätzlich verzeichne die Industrie viel hereinkommende Aufträge.

Wachsendes Bruttoinlandsprodukt

Die Wirtschaftsexperten der Bundesbank erwarten für dieses und fürs kommende Jahr 2017 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BPI) um jeweils 1,8 Prozent. 2018 soll das BPI 1,6 Prozent betragen, und 2019 laut Prognose der Experten noch 1,5 Prozent. Allerdings: Diese Prognose muss anhand der in naher Zukunft anstehenden Risiken und Unberechenbarkeiten relativ gesehen werden: Zu Ihnen gehören die Auswirkungen der US-Präsidentschaft von Donald Trump, der anstehende Brexit und gleich mehrere Wahlen in Europa. Hinzu kommt die weltweite Gefahr von Terrorakten, die sich negativ auf die Konjunktur auswirken könnte. Weitere Aspekte, die sich in Zukunft negativ auf die derzeit so gute Kaufkraft der Deutschen auswirken könnten, seien die demografisch bedingte, sinkende Dynamik bei der Beschäftigung und steigende Preise für die Energie. Beides könnte die Kaufkraft der Deutschen in Zukunft schmälern. Diese Entwicklung könnte durch eine positive Entwicklung bei den Exportgütern zum Teil aufgefangen werden – allerdings kann diese eine sinkende Dynamik auf dem Binnenmarkt nicht ausgleichen.


Fotonachweis: Thinkstock, 462353407, iStock, violetkaipa


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