Brooklyn Bridge – John Roebling und die Caisson – Krankheit

Die Brooklyn Bridge führt über den East River und verbindet die beiden Stadtteile Manhattan und Brooklyn. Zwischen den beiden mittleren Masten, die 82 Meter aus dem Wasser ragen, liegt eine Spannweite von 486 Metern. Jedes Kabel, die die Brücke hält, besteht aus 5296 Kilometer galvanisiertem Draht. Die Idee eine Brücke über den Fluss zu bauen, kam von dem deutschen Bauingenieur John Roebling.

Brooklyn Bridge  und das Caisson- Verfahren

Die Pfeiler der Brooklyn Bridge wurden mit dem damals neuartigen Verfahren der Caissongründung hergestellt. Dazu wurde ein offener Senkkasten, der Caisson, für die Unterwasserarbeiten eingesetzt. Der Caisson bestand aus Holz und wurde durch die Beschwerung von oben ins Wasser abgesenkt. Durch Überdruck wurde das Wasser aus dem Hohlraum des Caissons verdrängt.

Viele Arbeiter verloren bei dem mühsamen Ausschachten im Hohlraum des Caissons ihr Leben, da sie unter extremen Arbeitsbedingungen Zentimeter für Zentimeter den Caisson absenkten.  Viele litten unter Atemnot, Lähmungen, geplatzte Trommelfelle oder wurden bewusstlos. Grund dafür, war der mangelnde Druckausgleich beim Verlassen des Caissons. Heute ist dieses Phänomen als Caissonkrankheit oder auch Taucherkrankheit bekannt.

John Roebling und Washington Roebling in New York

John Roebling, einem Bauingenieur aus Thüringen, kam die Idee zum Bau dieser gigantischen Brücke, als er mit einer Fähre von Manhattan nach Brooklyn im zugefrorenen East River steckenblieb. 1857 gelang es John Roebling den Stadtrat von New York vom Bau der Brücke zu überzeugen. Roebling, der Architektur und Bauingenieurwesen in Berlin studiert hatte, übernahm die Planung und Aufsicht dieses riesigen Bauprojektes.

Roebling erlebte die Fertigstellung der Brooklyn Bridge jedoch nicht, nachdem er in Folge einer Fußverletzung, die er sich bei Vermessungsarbeiten zum Baubeginn 1869 zuzog, an einer Blutvergiftung starb.

Sein 32jähriger Sohn Washington Roebling übernahm die Bauleitung. Washington Roebling wurde 1872 Opfer der Caissonkrankheit und war von da halbseitig gelähmt und taub. Dennoch brachte er den Bau zu Ende und starb 1926 im hohen Alter von 89 Jahren.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.