Auch wenn es die eine oder andere empfindliche Nase stört: Der Mensch muss schwitzen. Durch den Schweiß wird vor allem die Haut und auch das Körperinnere gekühlt. Somit kommt dem Schwitzen ein enormer, biologischer Wert zu. Über den Schweiß werden auch Pheromone ausgeschüttet, selbst wenn diese beim Menschen keinen bisher nachweislichen Effekt haben. Schwitzt jemand aber zu stark, besonders an nur ein paar bestimmten Stellen, kann dies ein Anzeichen für eine Hyperhidrose sein.
Botox hilft bei Hyperhidrose
Anders als beim normalen Schwitzen ist bei einem Patienten, der an Hyperhidrose leidet, die übermäßige Schweißproduktion nicht abhängig von den Wärmeverhältnissen oder den körperlichen Aktivitäten. Meistens beschränken sich die Symptome auch nur auf bestimmte Körperstellen. Neben verschiedenen Medikamenten, operativen Eingriffen und anderen Methoden, gibt es auch Behandlungen mit Botox, die Linderung verschaffen können.
Botox ist eines der stärksten bekannten Nervengifte und wird auch Botulinumtoxin, Botulismustoxin, Botulinustoxin und Botulin genannt. Die Erregungsübertragung von Nervenzellen zum Muskel wird gehemmt, es kann zur Lähmung kommen – Botulinumtoxin kann sogar als Waffe eingesetzt werden. Im medizinischen Bereich wird es ausgesprochen stark verdünnt angewandt und unter die Haut gespritzt.
Behandlung bei übermäßigem Schwitzen
Soll Botox gegen Schwitzen angewandt werden, so wird eine kleine Dosis in die betreffenden Stellen injiziert. Diese Behandlung kann aber nur bei lokalisierter Hypohidrose angewendet werden. Acetylcholin wird nicht mehr freigesetzt, der Schweiß kann nicht mehr fließen. Allerdings kann es, wie bei allen Eingriffen und erst recht bei solchen mit Nervengiften, zu Problemen kommen, die jedoch sehr selten beobachtet werden. Zudem ist die Anwendung von Botox beim Schwitzen nicht dauerhaft: Nach einer gewissen Zeit lässt die Wirkung auch wieder nach.