Black Tie, White Tie oder Cocktail: Den Dresscode richtig umsetzen

Wird in speziellen Berufen oder Betrieben das Tragen einer bestimmten Arbeitskleidung vorgeschrieben, stellt uns die Kleiderfrage vor kein allzugroßes Rätselraten. Zum Polizisten gehört die Uniform, der Monteur ist häufig im Blaumann anzutreffen. Betriebliche Spezialvorschriften (z.B. Schutzkleidung) lassen sich erfragen, ohne als unwissend zu gelten. Im normalen Geschäftsbetrieb und im beruflichen Bereich sieht die Sache schon anders aus. Häufig wird als Dresscode eine bestimmte Parole ausgegeben, so ist zum Beispiel im Büro Business-Kleidung gefordert, auf der privaten Einladung steht beispielsweise Cocktail, Black Tie oder White Tie. Ist eine solche Vorgabe gemacht, sollte man nicht mehr nachfragen müssen, was damit denn genau gemeint sei, denn es handelt sich hierbei um Konventionen, deren Kenntnis bei gesellschaftlich versierten und gebildeten Menschen oft vorausgesetzt wird. Grob lässt sich die Kleiderordnung in die beiden großen Gruppen „berufliche“ und „private“ Anlässe einteilen.

Black Tie, White Tie oder Cocktail: So wird's gemacht!

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Beruflicher Dresscode

  • Business-Kleidung: Geschäftsanzug für den Herrn und Kostüm für die Dame sind hier der Standard. Der Geschäftsanzug kann zwei- oder dreiteilig sein und wird immer mit Krawatte getragen. Feine Wollstoffe in gedeckten Farben sind hier Usus. Das zweiteilige Kostüm für die Damen wird mit Bluse getragen und besteht ebenfalls aus edlen Stoffen in zumeist dunklen Farben. Hosenanzug oder Kleid sind auch akzeptiert.
  • Business Casual: Dieser Stil bewegt sich zwischen den beiden Polen Business-Kleidung und Smart Casual. Krawatte und Jackett müssen nicht sein, die Kleidung sollte aber gepflegt sein. Polohemden, Baumwollhosen in gedeckten Farben für den Herrn und ärmellose Blusen für die Damen sind ebenso in Ordnung.
  • Smart Casual: Krawatte und Jackett sind für diesen Stil absolut unüblich. Bei Smart Casual wird eine lange Hose getragen, dazu informelle Schuhe wie Sneaker. Die Damen können nach der Mode gehen und tragen ebenfalls gepflegte Alltagskleidung.

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Privater Dresscode

  • White Tie: Der formalste Kleidungsstil ist der große Gesellschaftsanzug. Tagsüber kommt ein Cutaway oder ein Stresemann zum Einsatz. Sie sind die festlichsten Anzüge für den Tag und bestehen aus dunklem, edlem Stoff. Dazu trägt man ein weißes Hemd und eine silbergraue Krawatte. Ab 18 Uhr gilt: schwarzer Frack mit Schwalbenschwänzen, Frackhose ohne Umschläge und Bundfalten aber mit Hosenträgern, gestärktes Hemd, Perlmuttknöpfe, Manschetten, weiße Frackweste, weiße Fliege. Zugelassene Assessoires sind goldene Taschenuhr, schwarzer Zylinder und Stofftaschentücher. Damen tragen ein langes Abendkleid.
  • Black Tie: Der kleine Gesellschaftsanzug besteht je nach Tageszeit aus Stresemann oder Smoking. Smoking wird ab 18 Uhr getragen. Hose und Jackett sind schwarz und werden mit einem weißen Hemd mit verdeckter Knopfleiste darunter getragen. Eine schwarze Schleife und schwarze Halbschuhe vorzugsweise aus Lackleder runden das Bild ab. Wenngleich es auch den Damensmoking gibt, ist die übliche Kleidung der Damen das lange Abendkleid. Allerdings sind hier die Vorschriften nicht so streng wie bei der großen Abendgarderobe, denn bei „Black Tie“ darf das Abendkleid auch schulterfrei sein.
  • Cocktail: Herren tragen einen dunklen zweiteiligen Anzug. Eine Krawatte ist ein unbedingtes Muss. Damen wählen ein Cocktailkleid, wobei sie im Allgemeinen nicht auf die Farbe festgelegt sind. Die Länge variiert von knielang bis höchstens zur Mitte der Wade. Je ernsthafter der Anlass ist, umso eher geht es in Richtung „kleines Schwarzes“. Der Cocktailstil ist ein informaler und kann sowohl am Abend als auch tagsüber getragen werden.
  • Bieranzug: Hier wird eine Anzughose zusammen mit einem Jackett oder Blazer getragen, beide Stücke müssen hier nicht zwingend aus dem gleichen Stoff bestehen. Dazu gehört ein Hemd oder ein Polo-Shirt sowie informelle Schuhe wie zum Beispiel Sneaker. Damen dürfen mit der Mode gehen und tragen gepflegte Alltagskleidung.

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