Bauchschmerzen beginnen oft ganz plötzlich. Meistens handelt es sich um harmlose Verstimmungen, die beispielsweise durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder fettiges und hastiges Essen entstehen.
Wenn Kreislaufprobleme, Schwächeanfälle und Erbrechen hinzukommen, sollte man jedoch einen Arzt aufsuchen. Denn hinter Bauchschmerzen können auch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Blinddarm – oder Bauchspeichelentzündungen oder ein Darmverschluss stecken, die sofort behandelt werden müssen.
Bauchschmerzen in der Schwangerschaft
Bauchschmerzen in der Schwangerschaft sollten immer ernst genommen und vom Frauenarzt oder im nächsten Krankenhaus abgeklärt werden. Gerade im Frühstadium einer Schwangerschaft neigt die Gebärmutter zu schmerzhaften Kontraktionen, wenn die Hormone noch nicht in ausreichendem Ausmaß vorhanden sind.
Ist die Schwangerschaft schon fortgeschritten, können eine Querlage des Babys oder Tritte Beschwerden verursachen. Bei Schmerzen, die mit einem hart werdenden Bauch einhergehen, sollte man auch an vorzeitige Wehen denken. Meist handelt es sich dabei jedoch um Übungswehen, die im letzten Schwangerschaftsdrittel häufig vorkommen und keine Wirkung auf den Muttermund haben. Man erkennt sie daran, dass sie nur höchstens 45 Sekunden andauern und nicht häufiger als dreimal in der Stunde auftreten.
Bauchschmerzen rechts: Was kann das sein?
Für eine genaue Diagnose muss man den Ort des Schmerzes lokalisieren. Schmerzen im rechten Unterbauch können auf eine Blinddarmentzündung hindeuten. Kommen die Schmerzen eher aus dem linken Unterbauch, liegt der Verdacht einer Dickdarmentzündung nahe, in selteneren Fällen ist ein eingeklemmter Bruch die Ursache der Beschwerden. Bei Frauen könnte womöglich eine Erkrankung der Eierstöcke dahinter stecken. Schmerzen in der Mitte des Bauches lassen auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung schließen.
Chronische Bauchschmerzen
Bauchschmerzen, die dreimal pro Monat oder häufiger auftreten, werden als chronisch bezeichnet. Sie kommen in jeder Altersgruppe vor und führen oft zu einem hohen Leidensdruck. Bei jedem zweiten Betroffenen lässt sich keine Ursache für die chronischen Schmerzen finden.
Mediziner sprechen in diesen Fällen von funktionellen Beschwerden, Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) oder Reizdarm (Reizkolon, Colon irritabile). Etwa jeder vierte Deutsche leidet darunter, Frauen sind doppelt so häufig betroffen. Die Beschwerden äußern sich typischerweise in Oberbauchschmerzen, Krämpfen, Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen.
