Barack Obama erhält den Friedensnobelpreis – Bürde oder Ansporn?

Dass Barack Obama wohl einer der heißen Kandidaten für den Friedensnobelpreis des nächsten Jahres gewesen wäre, wird niemand abstreiten. Wie kein anderes Staatsoberhaupt steht der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika schon jetzt für einen neuen Weg in Richtung Frieden und Atomwaffenfreiheit. Obama hat etwas im kulturellen Bewusstsein bewegt, Hoffnungen der Welt wieder neu aufflammen lassen, das ist wunderbar, aber eben schwer greifbar.

Der Friedensnobelpreis als Ehrung Obamas

Sicher, die genannten Verdienste Barack Obamas sind weltbewegend, im gewissen Sinne schuf das Staatsoberhaupt der USA einen Mythos, der im vorauseilt: Er steht für Frieden und setzte weltweit eine neue Welle der Hoffnung in Gang, die immer noch anhält und die ganze Welt im gewissen Sinne auch über die schweren Zeiten der Finanzkrise rettete. Das Nobel-Komitee in Oslo vergab den Friedensnobelpreis an Barack Obama laut offizieller Begründung vor allem deswegen, weil man den aktuellen Bemühungen um Weltfrieden und besonders Atomwaffenfreiheit weiteren Schwung verleihen wollte. Derartig strategische Preisverleihungen konnte man auch schon bei Michail Gorbatschow oder Willy Brandt feststellen.

Barack Obamas Bürde

Obwohl sicher jeder Mensch verstehen kann, dass Barack Obama sich den Friedensnobelpreis in der Zukunft sicher verdient hätte, die Ehrung wird doch als zu früh wahrgenommen, denn noch hat der Präsident im Kampf gegen Kriege, Konflikte und die atomare Aufrüstung noch nicht viel erreichen können. Die Amtszeit ist einfach zu kurz gewesen. Nun bedeutet aber die Preisverleihung auch eine große Last, denn Obama wird umso mehr als Heilsbringer dargestellt, eine Rolle, die er womöglich nicht erfüllen kann. Der Erwartungsdruck steigt ins Unermessliche und hier könnten die Probleme erst richtig beginnen. Barack Obama ist kein Heiliger, sondern eine charismatische  Führungspersönlichkeit, mit Ideen. Wer zu viel in zu kurzer Zeit erwartet, wer Wunder will, der wird zwangsläufig enttäuscht. Es bleibt zu hoffen, dass Barack Obama die Last, die der Friedensnobelpreis mit sich bringt, aushält und die Ehrung positiv nutzen kann.

Eine Meinung

  1. Zitat: „Obwohl sicher jeder Mensch verstehen kann, dass Barack Obama sich den Friedensnobelpreis in der Zukunft sicher verdient hätte, ….“.

    WIE BITTE? Ich verstehe das überhaupt nicht! Er ist einfach nur ein Lakai wie sein Vorgänger!

    Hier ein paar Punkte die ganz klar gegen diesen mittlerweile Spaßpreis sprechen:

    Er hat als erste Amtshandlung der CIA weiter die „Rendititions“, die Entführung, Verschleppung, Einkerkerung und Folter von „Feinden“ überall auf der Welt erlaubt.

    Er hat zum Gaza-Krieg im Januar geschwiegen und ihn nicht verurteilt. Im Gegenteil, er hat diesen Massenmord an der palästinensischen Bevölkerung durch Israel als legitime Selbstverteidigung bezeichnet.

    Er hat den Krieg auf das nächste Land auf Pakistan erweitert und die Bombardierung der Zivilbevölkerung dort genehmigt.

    Er hat die Aufstockung der Truppen in Afghanistan um 21’000 Mann und Ausweitung des Krieges dort befohlen.

    Er hat die massive Wahlfälschung in Afghanistan als in Ordnung bezeichnet und Karzai als Sieger deklariert, obwohl die EU- und UNO-Wahlbeobachter die Abstimmung als Farce beschreiben.

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