Ausflug in die Sauna – darum sollten Sie gelegentlich schwitzen

Die Finnen machen es jede Woche – und wir Deutschen kommen so langsam auch auf den heißen Geschmack: In die Sauna zu gehen ist gut für Körper und Geist. Das Saunieren trägt nicht nur zur allgemeinen Entspannung bei, es ist auch gut für Herz, Haut, Lunge und Immunsystem. Was Sie bei einem Saunagang beachten sollten und welche Prozesse der Körper dabei durchläuft, erfahren Sie hier.

In der Sauna

In einer Sauna herrschen Temperaturen von bis zu hundert Grad Celcius – klar, dass der Körper dann anfängt zu schwitzen. Schließlich erhöht sich Haut auf 40 Grad und die Kerntemperatur des Körpers steigt ebenfalls um ein bis zwei Grad an. Durch das Schwitzen versucht der Körper sich selbst herunter zu kühlen. Weil sich der Blutfluss in der Haut verdoppelt, färbt diese sich rosa. Schadstoffe können dann besser abtransportiert werden, weshalb die Haut nach der Sauna auch jünger und frischer aussieht. Der Blutdruck sinkt, weil die Blutgefäße sich weiten und das Herz mit aller Kraft pumpt. Wie bei einem Training fängt auch die Atmung an, schneller zu werden. Anders als beim Sport entspannt sich die Muskulatur in der Sauna aber. Ein Aufguss zum Beispiel mit ätherischen Ölen ist eine Wohltat für die Atemwege, weshalb Asthmatiker das Dampfbad unter Umständen als angenehm empfinden.

Nach dem Schwitzen

Ein Saunagang braucht nicht länger als zehn bis 20 Minuten zu dauern. Danach muss der Körper durch kühlere Luft und kaltes Wasser abgekühlt werden. Dabei ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und der Blutdruck steigt. Auch wenn der Saunagänger durch die die gleichzeitige Ausschüttung von Adrenalin und anderen Hormonen wie elektrisiert scheint, sollte er sich im Anschluss an das Hitzebad und die Abkühlung auf einer Liege entspannen. Zwei weitere Male Schwitzen, Abkühlen und Entspannen sind bei der Prophylaxe durch Sauna ideal.

Regelmäßig ohne Gefahr in die Sauna

Damit das Saunieren seine positiven Wirkungen zeigt, empfehlen Experten, regelmäßig zum Schwitzen zu gehen. Wöchentliches Dampfbaden wie bei den Finnen wirkt wie ein Gefäßtraining für das Herzkreislaufsystem. Im Sommer sollte der Saunagang ebenfalls beibehalten werden. Nur so kann das Schwitzen laut Ärzten das Immunsystem dauerhaft stärken, weil die Anzahl weißer Blutkörperchen erhöht wird, welche für die Abwehrkräfte ausschlaggebend sind. Die wohlige Wärme kann zudem bei chronischen Schmerzen in Rücken oder Gelenken Abhilfe schaffen.

Nicht in die Sauna gehen sollten Menschen unter Alkoholeinfluss und mit Venenverengung wie bei einer Thrombose. Auch bei einer Erkältung und offenen Wunden sollte vom Schwitzen abgesehen werden. Menschen, die unter Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche leiden, Medikamente einnehmen sowie ältere Menschen sollten den Saunagang vorher unbedingt mit ihrem Arzt absprechen, um mögliche Gefahren auszuschließen.

Bildnachweis: Thinkstock, iStock, irman

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