Augenblick mal!

Das Problem: Die Konstruktion unserer Sehorgane hat sich quasi seit der Steinzeit nicht verändert. Und für die Anforderungen von anno dazu mal funktionierten sie auch perfekt. Mit ihrer Hilfe konnten unsere Vorfahren wilde Tiere am Horizont erspähen, ihnen anschließend das Fell über die Ohren ziehen und sich daraus am Lagerfeuer einen Lendenschurz schustern. Denn unsere Sehorgane wurden konzipiert, um sich abwechselnd auf Nähe und Ferne einzustellen. Stundenlanges Starren auf  den Bildschirm war im Bauplan der Evolution jedoch nicht vorgesehen. Doch genau dies geschieht mittlerweile jeden Tag – und zwar millionenfach. Und das bedeutet für unsere armen Augen puren Stress, der durchaus Folgen haben kann. Denn auf Dauer droht dadurch ein Nachlassen der Sehkraft. Studien zufolge ist die Zahl der Kurzsichtigen durch Bildschirmarbeit weltweit angestiegen. Auch Altersweitsichtigkeit kann verfrüht einsetzen. Außerdem vergessen die meisten Menschen das Blinzeln vor dem Monitor. Infolgedessen wird weniger von dem schützenden Tränenfilm über dem Augapfel verteilt. Ergebnis: Die Augen trocknen aus und können sich sogar entzünden.
 
Was ist zu tun?
Mach mal Pause – diese Devise sollte auch für die Augen gelten. Konkret heißt das: Lehnen Sie während der Arbeit mehrmals täglich kurz zurück, lassen Sie den Blick frei aus dem Fenster schweifen und betreiben Sie ein bisschen Augengymnastik: Fixieren Sie ein Objekt, das sich in einigen Metern Entfernung befindet, beispielsweise einen Baum oder ein gegenüberliegendes Häuserdach. Lassen Sie nun Ihre Augen langsam auf einem unsichtbaren Seil mehrmals hin- und herwandern. Außerdem sollten Sie zwischendurch die Augen schließen und die Hände auf die geschlossenen Lider legen. Stellen Sie sich nun drei Minuten lang eine schöne Landschaft vor. Und ganz wichtig: Kneifen Sie die Augen zwischendurch immer mal wieder zu!

2 Meinungen

  1. Es ist wirklich wahr, wir muten unseren Augen viel zu viel zu. Auch ich sitze den ganzen Tag am Computer und in meiner Freizeit auch noch. Habe dann am Abend oft das Gefühl, daß meine Augen total trocken sind. Nehme schon „künstliche Tränen“, werde aber mal ausprobieren, ob die Tips was bringen.

  2. Ab und zu eine Pause – da ist viel Wahres dran. Gerade wenn man viel sitzt kommt es schnell zu Problemen z.B. mit dem Rücken. Wir haben einige aufgeschrieben Übungen gegen Rückenschmerzen

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