Aufreger der Woche: Die Prinzipienreiterin

…frage ich mich, ob es wirklich nur Tatsache, dass es immer weniger Kinder gibt, die die Journalisten-Kollegin dazu veranlasst hat, ihre ganz eigene Theorie („Das Eva-Prinzip") aufzustellen. Also, wer es noch nicht im Fernsehen oder in der Zeitung eingebleut bekommen hat, Eva Hermans Prinzip besagt: Frau besinnt sich auf ihre Natur gegebene Aufgabe, bekommt jede Menge Kinder, hegt, pflegt und bekocht dieselben nebst den Gatten, anstatt sich bei der Arbeit selbst zu verwirklichen. Soweit, so gut.

Müssen Frauen das gleiche leisten wie Männer?

Eva Hermann fragt, ob Frauen wirklich das gleiche leisten müssen wie Männer. Nein, sie müssen natürlich nicht, niemand soll müssen. Aber vielleicht wollen sie ja. Es ist schließlich ungeheuer beruhigend unabhängig zu sein. Aber das Gefühl der Abhängigkeit ist wohl eines, das Frau Herman kaum nachvollziehen kann, weil sie vermutlich nie abhängig war und Karriere gemacht hat, bevor sie ihr Kind bekam und abhängig werden konnte.

Karriere und Kompromiss-Kind

Hätte sie die von ihr ersehnten fünf Kinder bekommen, nur einen Mann geheiratet, von dem sie dann selbstverständlich ihr Leben lang abhängig gewesen wäre, dann würde sie sich nun vielleicht ärgern, nicht den Weg beschritten zu haben, den sie gegangen ist: den Karriereweg, nebst Kompromiss-Kind. Vielleicht würde sie dann mit Anfang 50 (wenn alle fünf Kinder aus dem Haus sind) ein Selbstverwirklichungsbuch in die andere Richtung schreiben. Es ist sicher einfach, vier ungeborenen Kindern nachzutrauern, wenn man beruflich alles erreicht hat, was man wollte und nebenbei genügend Geld für die eigene Unabhängigkeit zurückgelegt hat.

Absolute Abhängigkeit

Ich hätte indes noch einen Vorschlag, wie Frau Herman auch jetzt noch an fünf Kinder und die absolute Abhängigkeit kommen kann: vier Kinder im Ausland adoptieren und das für die Rente und die eigene Unabhängigkeit zur Seite gelegte Geld an Not leidende Kinder spenden. Ach ja, um das Ganze realistisch zu gestalten: Alle verbleibenden Fernsehjobs müssen natürlich auch gekündigt werden und mit dem Bücher schreiben, ist es ebenso vorbei. Wovon soll die Großfamilie leben? Da wird sich sicher noch ein williger Ernährer finden und absolute Abhängigkeit, nebst wohnen in der Vorstadt bieten.

Oder war es nur der schnöde Mammon?

Aber was rege ich mich überhaupt auf? Insgeheim hoffe ich immer noch, dass Frau Herman mit ihrem Buch einfach nur Geld verdienen will. Ich kenne ohnehin nur eine Befürworterin ihrer Theorie: meine Mutter. Aber die stammt eben auch aus einer anderen Generation und ist 66 Jahre alt…

2 Meinungen

  1. Ja was rege ich mich denn auach noch auf?Zitat:“nsgeheim hoffe ich immer noch, dass Frau Herman mit ihrem Buch einfach nur Geld verdienen will.“JA ist das denn dann weniger übel?Mit anderen Worten, die Frau redet kühlt üb erlegt den letzten Stuss auf eine Weise, dass es vor lauter Widersprüchen der Sau graust. Mit billigster low level Provokation – und die Sache funktioniert?Wenn so ein Verarschversuch nicht widerlich ist, dann weiß ich nicht.Ich würde ja zum Boykott tendieren und das Buch dezidiert nicht lesen. Steht sowieso nichts drin und es wäre doch nett, wenn die Blöd-Vermartungsstrategie nicht recht aufgeht.Von daher ist Dein Verhalten ganz korrekt: Bloss nicht lesen, diesen Krampf…

  2. Ja was rege ich mich denn auach noch auf?Zitat:“nsgeheim hoffe ich immer noch, dass Frau Herman mit ihrem Buch einfach nur Geld verdienen will.“JA ist das denn dann weniger übel?Mit anderen Worten, die Frau redet kühlt üb erlegt den letzten Stuss auf eine Weise, dass es vor lauter Widersprüchen der Sau graust. Mit billigster low level Provokation – und die Sache funktioniert?Wenn so ein Verarschversuch nicht widerlich ist, dann weiß ich nicht.Ich würde ja zum Boykott tendieren und das Buch dezidiert nicht lesen. Steht sowieso nichts drin und es wäre doch nett, wenn die Blöd-Vermartungsstrategie nicht recht aufgeht.Von daher ist Dein Verhalten ganz korrekt: Bloss nicht lesen, diesen Krampf…

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