Auf Schusters Rappen – die Renaissance eines sanften Natursports

Der Wind rauscht in den Bäumen, es riecht nach Tannen, am Wegesrand stehen Steinpilze und da vorne sammelt ein Eichhörnchen Nüsse – das und noch viel mehr erleben Wanderer. Die vielen Pluspunkte des sanften Natursports müssen sich herumgesprochen haben, denn heutzutage schnüren, laut aktuellen Umfragen, nicht nur Senioren die Wanderstiefel. Im Gegenteil. Wandern ist „in“, vor allem auch bei jungen Leuten. Mittlerweile verbringen viele Menschen sogar ihren Urlaub auf “Schusters Rappen”. Der Grund: Wandern ist gesund – und zwar für Leib und Seele.
 
Zügiges Gehen stärkt Kreislauf , Stoffwechsel, Herz, Atemfunktionen, Muskelpartien und das Knochengerüst. Und dabei ist Wandern ein gesundheitsschonender Sport, der von Sportmedizinern empfohlen wird. Denn beim Wandern geht es nicht um Höchstleistungen, sondern um mäßige Bewegung. Körperliche Überbelastungen werden vermieden. Zugleich stärkt Wandern das Immunsystem und senkt den Blutdruck, was zu einer Reduzierung des Herz- und Schlaganfallrisikos führt. Dennoch verbraucht der Körper beim Ausdauergehen in abwechslungsreichem Gelände fast ebensoviele Kalorien wie beim zügigen Laufen: durchschnittlich rund 50 Kalorien pro Kilometer. Wer dabei noch über Berg und Tal marschiert, wird pro 100 Meter Aufstieg weitere 50 Kalorien los. Und da Wanderer oft große Strecken zurücklegen, macht sich der Kalorienverbrauch tatsächlich bemerkbar.
 
Doch Wandern ist nicht nur gut fürs Herz, sondern auch für die Seele. Es entspannt und beruhigt die Nerven, denn frische Luft und schöne Landschaften wirken wie Balsam auf die Psyche. Außerdem werden beim Wandern die so genannten „Glückshormone“ produziert: Nach etwa drei Stunden schweifen die Gedanken frei umher, die Füße marschieren fast wie von selbst und die Seele macht Urlaub. Last but not least kommt auch der menschliche Aspekt nicht zu kurz: Die allermeisten Wanderfreunde gehen gemeinsam auf Tippeltour. Die Offenheit der Situation ermöglicht gute, tiefe Gespräche und Kontakte lassen sich unterwegs mühelos anbahnen. So findet man zusammen und zu sich selbst. Das alles macht diesen klassischen Freizeitsport fast zu einem Wellness-Erlebnnis – und das ist eigentlich wieder ganz modern.

Eine Meinung

  1. Es ist doch immer wieder schön zu lesen: Entgegen dem Aberglauben, dass alles was Spaß macht ungesund ist gibt es doch schöne Dinge, die man, ob nun allein oder mit anderen Menschen tun kann. Ich wandere gerne und freue mich, dass es gesund ist, denn mir als geborenen Faulpelz ist das viel lieber als rennen, joggen usw.

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