Auf dem SPD-Parteitag in Berlin: Sigmar Gabriel wiedergewählt – mit 74,3 Prozent

Am letzten Freitag wurde Sigmar Gabriel auf dem SPD-Parteitag in Berlin erneut zum Vorsitzenden gewählt. Allerdings mit einem Ergebnis, das nicht an seine vorige Wahl heranreichen konnte: Ein Viertel der Partei hat ihn diesmal nicht gewählt.

Schlechteres Wahlergebnis

Der amtierende Vizekanzler Gabriel kam auf 74,3 Prozent an Ja-Stimmen. Bei der letzten Wahl des Parteivorsitzenden waren es noch 83,6 Prozent. Diesmal entfielen auf ihn 456 Stimmen – 139 Delegierte stimmten gegen ihn, 19 enthielten sich der Stimme. Ein Viertel der anwesenden Parteimitglieder tragen die Politik ihres Vorsitzenden folglich nicht mit.

Politik „für die arbeitende Mitte der Gesellschaft“

Vor der Wahl hatte Sigmar Gabriel noch mit einer Rede für seine politische Linie geworben. Darin machte er sich für eine Politik stark, die sich der Mitte der Gesellschaft widmet. Die SPD müsse die Partei derer sein, die durch ihre harte Arbeit den Wohlstand fürs Land erwirtschaften würden. Auch müsse man einsehen, dass ein starkes Wirtschaftswachstum besser für den Staat sei als eine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Beim Thema Flüchtlinge vertrat Gabriel die Meinung, dass man die Helfer in der Krise „nicht verlieren dürfe“ und dass man nicht so tun dürfe, als ob Deutschland Jahr für Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen könnte.

Kritik an Juso-Vorsitzender

Zudem äußerte Sigmar Gabriel Kritik an der Vorsitzenden der SPD-Jusos, Johanna Uekermann. Sie hatte dem Vizekanzler und Parteivorsitzenden mangelnde Glaubwürdigkeit bescheinigt. Laut einigen Delegierten soll diese harte Kritik an der Juso-Chefin Gabriel einige Stimmen gekostet haben.
Bei der Wahl sollte es übrigens eine Art Premiere geben: Erstmalig sollte sie digital stattfinden – die Delegierten sollten eigentlich per Tablet abstimmen. Allerdings kam es hier zu einer Technischen Panne, sodass sie nun doch traditionell über ihren Vorsitzeden abstimmen mussten – per Stimmzettel.

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