Audi R8 Spyder Test: der Intensivbräuner

Auch ohne festes Dach und Spoiler bietet der neue Audi R8 Spyder ein Fahrvergnügen der Sonderklasse. Im Partyort Lloret de Mar ließen wir es mit dem Audi Sport-Boliden wortwörtlich krachen.

Da können die Straßen der Costa Brava noch so schlecht sein, der Space Frame des Audi R8 Spyder aus Aluminium und Carbon knackt nicht, knirscht nicht und verwindet sich nicht, eine prima Basis für schnell genommene Kurven. Extras wie die Dämpferregelung magnetic ride an allen vier Rädern, die 19-Zoll-Keramikbremsanlage statt der 18-Zoll-Stahlscheiben im Wave-Design, die Dynamiklenkung mit variabler Übersetzung statt der elektromechanische Lenkung sowie die 20-Zoll-Räder statt der 19-Zöller mit Mischbereifung steigerten das Fahrvergnügen mit dem offenen R8 enorm, die Motorsportgene sind im Audi Sportwagen definitiv zu spüren. Auch ohne herausragende fahrerischen Fähigkeiten ist der gut beherrschbare Audi Spyder problemlos handzuhaben und überaus flott durch gewundene Bergstraßen zu dirigieren.

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Beim Audi R8 Spyder Test gab es auf die Ohren

Der optionale Klappenauspuff lässt den V10-Mittelmotor des Audi R8 Spyder gerade im S-Modus der wunderbar flott arbeitenden Doppelkupplungsgetriebes S tronic in den zahlreichen Tunneln Demut und akute Aufmerksamkeit verbreiten, gekrönt vom Brabbeln beim Runterschalten. Allerhöchstes Suchtpotential mit Gänsehaut-Garantie. Die Beschleunigung ist schlichtweg fulminant, von 0 auf 100 km/h in 3,6 Sekunden, in weiteren 8,2 Sekunden auf 200 und 318 km/h Spitze beschreiben nur unzureichend, wie druckvoll und gleichförmig der 5.2 FSI den Audi Sportwagen befeuert. Da krallen sich die 245er vorn und 305er Pneus hinten dank quattro in den Asphalt, dann Abschuss unter höchst anspornender Soundkulisse: Der überaus drehfreudige Sauger kommt erst bei 6.500 Touren auf seine 540 Nm und bei 7.800 Umdrehungen auf seine 540 PS Nennleistung. Roter Bereich? Achtfünf!

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Der Audi R8 Spyder erlaubt zahlreiche Einstellungen

Nicht nur dank des Fahrdynamiksystems drive select mit den Modi auto, individual, dynamic und comfort kam der Komfort beim Audi R8 Spyder Test zu kurz – die Sportsitze mit verstellbaren Wangen saßen wie angegossen, ohne dabei unbequem zu quetschen. Das in 20 Sekunden einfahrbare Stoffverdeck blieb selbstverständlich unter seiner Abdeckung, das Windschott vorn im Gepäckraum, so ließ es sich auch bei höherem Tempo bestens aushalten. Toll in der Hand lag das optionale Performance-Lederlenkrad mit zwei Satellitentasten für Motorstart/-stopp und drive select sowie Zusatztasten für den neuen Performance-Modus und die Auspuffklappen. Was auch immer nach eigenem Gusto justiert wurde, zeigt das altbekannte und nach wie vor exzellente virtual cockpit mit frei konfigurierbaren 12,3-Zoll-Display an.

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R8 Spyder schon bald beim Audi Händler

Das Fazit vom Audi R8 Spyder Test? Absolutes Überauto ohne Makel, das angesichts seiner Leistung und der steten Verführung zu allerlei Kabinettstückchen charakterfeste Fahrer erfordert, sonst ist der Lappen schneller weg als die Audi Rakete mit Option auf Sonnenbrand auf 100. Der ab 179.000 Euro erhältliche Euro Supersportler steht in Deutschland ab November im Handel.

Bilder: ©Arild Eichbaum, AUDI AG

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