Arzt-Sprechstunden übers Internet? Ja!

Ganz egal wo – mit einer Internetverbindung können Sie Ihren Arzt jetzt auch aus dem Ausland konsultieren. Eine moderne Technik kann jetzt häufig den Arztbesuch ersetzen – und so geht’s!


Man braucht nicht viel: Bereits mit einem Smartphone, Tablet oder Laptop, das mit einer Webcam ausgestattet sind und über einen Lautsprecher verfügt sowie mit einer stabilen Internetverbindung können Sie in Zukunft von zu Hause oder aus dem Urlaub mit dem Arzt Ihres Vertrauens sprechen. Alles andere übernehmen Videodienst-Anbieter wie „Patientus“. Nach der Registrierung kann der Teilnehmer seinen Wunscharzt auswählen. Anschließend gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie registrieren sich für einen der angebotenen Termine oder Sie bitten um eine individuelle Sprechstunde um einen individuellen Termin zu vereinbaren.

Stehen Tag und Uhrzeit fest, erhält der Patient eine Geheimnummer, über die er sich in der Praxis einwählen kann. Der Arzt erscheint dann auf Ihrem Bildschirm und spricht über den Lautsprecher mit Ihnen. Es ist fast wie in einer persönlichen Sprechstunde. Haben Sie als Patient sichtbare Probleme, zum Beispiel auf der Haut, kann er die Stelle fotografieren und ins System stellen. Die Software des Anbieters ermöglicht, dass beide gleichzeitig die Fotografie betrachten und darüber sprechen. Außerdem können Sie über bereits aufgenommene Röntgenbilder sprechen – ohne dass Sie persönlich vorbeischauen müssen.

Seit 1. Juli auch von Krankenkassen anerkannt

Die Vorteile liegen auf der Hand: Anfahrtswege und Wartezeiten entfallen. Zudem sinkt die Gefahr einer Ansteckung bei anderen Patienten. Gerade Menschen, die Gehbehinderung haben oder akut mit einer Grippe im Bett liegen, ist die neue digitale Möglichkeit eine große Erleichterung. Mehrere 100 Mediziner nehmen bereits an der digitalen Sprechstunde teil. Und es werden täglich mehr! Der Grund: Am 1. Juli wurde der Chat in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Das bedeutet, dass der Arzt sein Honorar direkt abrechnen kann. Ganz kostenfrei ist der Service jedoch nicht. Der Patient muss für den Dienst des jeweiligen Anbieters aufkommen. Das können beispielsweise monatliche Beträge sein. Diese liegen etwa bei 30 Euro.

Die Videoberatung sollte auch nicht als Ersatz für das persönliche Gespräch gesehen werden, sondern als Ergänzung. So können Rezepte erst dann eingereicht werden, wenn der Arzt mindestens einmal aufgesucht wurde. Gut eignet sich das Angebot außerdem bei Kontroll- und Nachsorgeterminen.

Foto: Thinkstockphotos, 464678658, iStock, Szepy

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