Angespielt: Outrun 2006-Coast 2 Coast

Die älteren Semester unter uns erinnern sich bestimmt noch an Segas kultigen Arcade-Automaten Outrun, bei dem man in einem nachgebauten Plastikferrari Platz nehmen konnte und der sich bei Kurvenfahrten per simpler Hydraulik mitbewegte, d.h. nach links oder rechts schwenkte. Zudem musste bzw. konnte man manuell mit 2 Gängen schalten. Da wurde das eigentliche Spiel schon fast zur Nebensache und man konnte sich damals als kleiner Pimpf wie einer von den ganz Großen fühlen.

Spaß am Drift!

Die Macher von Outrun 2006, Sumo Digital, haben dafür gesorgt, dass sich das Update des Klassikers genauso unkompliziert spielen lässt wie das Arcade-Original. Natürlich ist man auch in der modernen Version nur in den Flitzern aus Modena unterwegs, z.B. mit dem 360 Spider, dem 288 GTO oder dem Testarossa. Insgesamt stehen 13 verschiedene Ferraris zur Auswahl, die man jedoch erst nach und nach freischalten muss. Hat man seinen Renner ausgesucht, geht's schon ab auf einen der 30 verschiedenen Kurse, von denen 15 die originalen Arcade-Strecken sind – sehr cool, wie ich finde, da kommt doch gleich wieder Retro-Feeling auf!

Wie anno 1986: Blondine als Beifahrerin.

Das Fahrgefühl ist simpel wie eh und je. Bei Outrun gibt es kein Schadensmodell und keine ausgeklügelte Fahrphysikengine. Outrun ist Arcade-Rasen in seiner puren und spaßigen Form: einfach drauflos heizen und massig Spaß haben. Leider gibt es keinen 2-Spieler-Modus am Splitscreen, dafür kann man mit bis zu 6 Leuten per LAN oder Internet gegeneinander Rennen fahren. Für jedes gefahrene Rennen gibt es Outrun-Miles, mit denen man sich im Shop andere Autos oder – sehr witzig – neue Begleitsongs kaufen kann, darunter auch die alten Outrun-Melodien.

Hier die alte Version (im Bild: Amiga-Version von 1988).

Für alle, die ein unkompliziertes und forderndes Rennspiel ohne großes Physik-Brimborium suchen, ist Outrun genau die richtige Wahl! (86 %)

TITEL: Outrun 2006:Coast 2 Coast
PLATTFORM: PS2 (getestet), XBOX, PC, PSP
ERSCHEINUNGSDATUM: ab sofort erhältlich
PUBLISHER: Sega
ENTWICKLER: Sumo Digital

5 Meinungen

  1. „Am Sonntag feiern wir, dass wir freie Menschen sind.“ Freiheit bedeutet, sich auch immer gegen das Gebot entscheiden zu können. (Siehe auch Freiheitsbegriff bei Aristoteles, Kant und Descartes.)

  2. Ich bin auch entsetzt; aber von Ihnen, weil Sie sich nicht klar ausdrücken. Ich kann aus Ihren widersprüchlichen Äußerungen nicht ersehen, ob sie nun für oder gegen diese sonntägliche Sperrmüllaktionen ihrer Nachbarsmenschen sind. (..das heißt nicht, du sollt am Sonntag nicht..) Zweimal nicht heißt: also doch erlaubt. Einerseits bekriteln Sie dann noch den sogenannten Wohlstandsmüll, andererseits passt es Ihnen nicht, wenn Menschen diesen Müll noch als etwas Brauchbares oder noch Verwertbares ansehen, sogar Ihren kaputten Fernseher, wobei Sie sich also ebenso an der Aktion beteiligt haben. Ihre Haltung ist also ein einziger Widerspruch. Offenbar ist Ihnen auch nicht bewußt, dass in den heutigen Zeiten von Arbeitslosigkeit diese Menschen froh sind, noch etwas Intaktes zu finden, was sie sich neu nicht mehr leisten können. Niemand wühlt grundlos gerne im Müll herum. Wenn nun einmal an einem Montagvormittag der Sperrmüll abgeholt wird, können die Menschen doch nichts dafür. Schreiben Sie halt lieber an die Stadtverwaltung. Es ist doch klar, dass man dann am Tag davor die Sachen hinausstellen muss und sich vor der Abholung nach etwas Brauchbarem umschauen muss.Tja, und dann ist das zufällig der Sonntag! Wo man ja doch wohl noch flanieren darf, selbst, wenn man nicht gerne an Müll vorbeiflaniert. Und wo man sich des Menschseins freuen kann und sich etwas Gutes tun darf, z.B. sich frische Brötchen oder sogar Sahnetorte zu holen, zur Feier des besonderen, freien Tages, weil man unter der Woche keine Zeit hat, vor der Arbeit sich beim Bäcker anzustellen.Ihre Argumentation (und die Ihres Vikariatsvaters) hört sich an, als müssten wir uns alle noch an die jüdischen Religionsgesetze von vor über 2000 Jahren halten, und dürften daher (wie damals) am Sabbat/Sonntag nur altes Brot essen und nicht mehr als 1000 Schritte flanieren, selbst, wenn der Bäcker näher dran wäre. Wenn sie diese Ihre Mitmenschen als Sklaven bezeichnen, die am Sonntag (freiwillig!!) und für ihren eigenen Vorteil oder aus Notwendigkeit ihren Rücken krumm machen, und in diesen paar Momenten real die Sonne nicht sehen (sogar im übertragenen Sinn mehr als lächerlich!!), so wollen ja eher SIE diese Menschen zur Untätigkeit versklaven und ihnen ihre Freiheit der Bewegung und Betätigung in deren Freizeit religiös beschneiden. Schluss mit Gartenarbeit am Sonntag.Dann passen Sie mal selbst auf, dass Sie Ihren Rücken vor dem Alter am Sonntag nicht allzu krumm machen, und das Hinknien in der sonnenlosen Kirche geht ja schon gar nicht. Das wäre ja Sklavenarbeit. Am Sonntag. Am HauptARBEITStag der Pfarrer. Jaja, ich bin entsetzt. und kann nur hoffen, dass Sie Ihr Traktat da oben nur als Satire gemeint haben und eigentlich das Gegenteil meinen. Ansonsten empfehle ich Ihnen sonntags diese wundervollen Aufbacksemmeln von C&W. Mmm, lecker! Aber bereits am Samstag kaufen, gell!

  3. Liebes sowieso!Da haben Sie mir aber eins mitgegeben.Ad eins: Pastoren arbeiten Sonntags nicht! Sie feiern – undzwar Gottesdienst und das mit ihrer Gemeinde zusammen.Ad zwei: Sätze der Aussagenlogik (Doppelte Verneinung usw.) gelten nur für Aussagesätze, nicht aber für Sätze des Sollens, des Wünschens, des Wollens usw. Etwas nicht nicht sollen heißt noch lange nicht, etwas müssen! Lernt man im Grundkurs Philosophie – oder in Religion, wenn man Glück hat.Ad drei: Die Welt ist voller Widersprüche und Ambivalenzen, und ich denke, mein kleiner Text hat das auch zum Ausdruck gebracht. Mich würde mal interessieren, ob Sie angesichts einer Sperrmüllhalde ausschließlich eindeutige Empfindungen haben. Im Übriegen ist religiöse Sprache notwendig symbolische Sprache. Ich habe sogar den Verdacht, dass Sprache allgemein symbolischer Natur ist. Warum also nicht von der Sonne reden, die man nur mit geradem Rücken sieht!Ad vier: Hier meine These im Klartext – Achtung es wird theologisch!In der Feier des Sonntags ist etwas von der Freiheit aufbewahrt, die Gott den Menschen mitgegeben hat. Der Sonntag ist also ein Erinnerungszeichen. Der Sonntag ist aber auch ein Hinweis darauf, was Gott in dieser Welt noch verwirklichen will: Freiheit von der Skaverei, auch von der, die sich Menschen scheinbar freiwillig auferlegen . Wir wissen ja spätestens seit Martin Luther, dass der Wille gar nicht so frei ist, wie wir meinen.Schönen Sonntag noch!Ihr Frank Conrads, P.

  4. Das (tatsächlich !) liebe Sowieso muss dennoch aufgrund seines Denkvermögens leider kritisch bleiben und sagt…ad eins: Schön, dass die Pastoren von den Steuerzahlern fürs Feiern auch noch so gut bezahlt werden. Ach, ich gönne es Ihnen ja, obwohl mir persönlich zum Feiern so eine Flasche Messwein aus dem online-Kirchenbedarfsshop dann doch zu teuer wäre und ich lieber für 8.50 Euro einen Braten essen würde, als eine ganze 1000 Stück-Packung glutenfreier Hostien. ad zwei bzw.3: Mit Sprachen, ja auch der lateinischen, sowie der idiomatischen Symbolsprache kenne ich mich recht gut aus. Muss ich auch, meines frischen Brötchenerwerbs wegen. Und in Religion hatte ich leider nicht das Glück, die sowohl sprachliche Doppelverneinung als auch die mathematische minus mal minus=plus- Regel kennen zu lernen; dort brachte man mir eher folgende Rechenbeispiele bei: 1 Gott = 3 Götter und die psychologische Doppelbindung, die da lautet: 1 böser Gott = 1 guter Gott (ungelöstes Theodizeeproblem).ad 3: Nein, ich habe nicht ausschließlich eindeutige Empfindungen! Auch nicht angesichts von Sperrmüll. Als Pastor würden mich aber am heiligen Sonntag eher der Lärm und die spielenden Kinder unter meinem Fenster in meiner Ruhe stören. Da wäre ich auch eher dafür, dass man dagegen ist, dass man dafür ist. :))ad 4: Dieser Gott scheint nicht viel Interesse an einer körperlichen oder geistigen Freiheit der Menschen zu haben. Im Gegenteil. Von Anfang an hat er sie in dieser Hinsicht mit Geboten und Verboten belegt. Freiheit von der Sklaverei?? Wo er sie ihm in jeglicher körperlicher und geistiger Hinsicht selbst auferlegt hat! Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen (nicht mit dem Feiern!!), …wachset und mehret euch..na ja, wenigstens die evangelischen Pastoren halten sich daran und erfüllen seinen Willen, was die katholischen Priester nur unter der Hand tun; und dann insbesondere, als der Mensch das freiheitliche Denken entwickelte und seinen Verstand und seine Vernunft einzusetzen wusste, nachdem er symbolisch (sic!) vom Baum der Erkenntnis gegessen hatte, da flippte Gott ja vollends aus. Gescheit , und im eigenen Wissen um Gut und Böse unabhängig von ihm, sollten die Menschen ja wohl keinesfalls werden. Warum sonst wäre das Essen vom Baum der Erkenntis sein wichtigstes Verbot gewesen? Tja, ausgetrickst. Das hat er der Menschheit nie wirklich ehrlich verziehen. Zumindest verzichte ich gerne auf eine Pseudo-Entschuldigung seitens Gottes, wenn ich durch die Opferung seines eigenen Sohnes anstelle der Erbsünde ein nur noch perfideres Schuldgefühl eingetauscht bekomme.Man dankt. Und schönen Donnerstag noch!Ihr liebes Sowieso

  5. ZITAT:“ Wir heiligen den Sonntag, weil wir Menschen sind. Sklaven und Tiere haben keinen Sonntag. Die haben immer zu tun, an sieben Tagen in der Woche, Menschen nicht!“Dieser Absatz stieß mir dann doch sehr sauer auf, muss ich sagen, weil er sehr missverständlich ist.Sklaven sind nach dieser Formulierung also keine Menschen, weil sie arbeiten müssen? Oder weil sie den Sonntag nicht heiligen? Sind nur Wesen, die den Sonntag heiligen Menschen und alle anderen Tiere und Sklaven? Ich denke, sie sollten ihre Worte grade bei solchen Themen mit ein wenig mehr Bedacht wählen. Man kann sonst schnell missverstanden werden.Was das gesamte Thema angeht:Sie schreiben in Ihren Kommentaren von dem Erinnerungszeichen Sonntag. Als Erinnerung an die Freiheit, die Gott uns noch geben will oder gegeben hat.Richtig, Gott gab uns den Sonntag und damit die Freiheit, um sich uns, seiner Schöpfung und der Feier hinzugeben. Das „Wie“ ist hier der entscheidende Punkt. Ich sehe es so: Gott hat uns den Sonntag und damit Zeit für uns geschenkt. Denn nichts macht Ihn glücklicher, als das wir glücklich sind. Und ich bin der festesten Überzeugung, dass es Ihn glücklicher macht, wenn die Menschen sich Zeit für das nehmen, was sie brauchen als in die Kirche zu rennen und Ihn anzubeten (Denn dieser Anspruch ist nichts anderes als eine Sklaverei, wenn man es gezwungenermaßen tut und wenn man es genau betrachtet. Meinen sie nicht auch?). Sich Zeit nehmen, sei es sich einen Tag lang mit rein gar nichts zu beschäftigen oder sei es eben auf dem Sperrmüll endlich Sachen zu finden, die er braucht, weil er eben in der heutigen Zeit nicht mehr das Geld hat, um sich diese Dinge selber zu kaufen.Ich könnte sogar noch weiter gehen und die These aufstellen, dass der Sperrmüllsonntag ein Geschenk Gottes ist? Indem Er allen Menschen, die es brauchen, die Gelegenheit gibt, etwas für sich zu finden, dass er braucht. An dem einzigen Tag der Woche, an dem die meisten Menschen die Zeit für so etwas haben. Und wer weiß, vielleicht sind sogar einige Menschen dabei, die im Falle eines Fundes Gott danken und Ihn feiern…Auch Gott geht mit der Zeit. Täte er es nicht, wäre er wie eine Mutter, die ihrem 30jährigen Sohn immer noch die Windeln wechselt ;)Hochachtungsvollloewenzahn

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