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    Start » Angespielt: Dreamfall – The Longest Journey
    Spiele

    Angespielt: Dreamfall – The Longest Journey

    23. Juni 20064 Minuten Lesezeit

    Durch die Vorschusslorbeeren, die das Game auf der E3 bekommen
    hat(Best Adventure of E3), war ich guter Dinge, dass es den Entwicklern aus der
    FUNCOM-Schmiede gelungen ist, einen würdigen Nachfolger, für eines der besten
    Adventure aller Zeiten, geschaffen zu haben. 

    Story-Zusammenfassung:
     
    Wieder geht es darum die Doppelwelten Stark und Arcadia
    von einer Verschwörung fernzuhalten und die Zerstörung dieser Welten zu
    verhindern. Jedoch geschieht es dieses Mal nicht überwiegend mit dem Charakter
    April Ryan, sondern mit der Hauptfigur des Spiels Zoe Castillo. April Ryan und
    der rätselhafte Soldat Kian nehmen in diesem Spiel Nebenrollen an.
     
    Zoe gerät durch eine heikle Storysuche ihres Ex-Freundes
    Reza, bei der sie tatkräftig mithilft, und durch seltsame Geistererscheinungen in
    Spiegeln, Bildschirmen etc.(die einen irgendwie an die „Ring-Videos“ erinnern),
    mitten in eine Verschwörung, die sie nur mit Hilfe ihrer technikvernarrten
    Freundin Lucy und der Gruppe um April Ryan verhindern kann.
     
    Zoe muss in verschiedenen Welten, lebensbedrohliche
    Situationen, auch mit Hilfe von spektakulären Martial-Arts, bewältigen, viele
    (nicht immer komplizierte) Rätsel lösen und ihre jeweiligen Entscheidungen
    nehmen einen großen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf.

    Meine Meinung:
     
    Nachdem ich nun ca. 10 Stunden mit diesem Spiel verbracht
    habe, muss ich sagen: ein Adventure-Kracher! Vom Anfang bis zum Ende. Es fängt
    schon bei dem Startmenü an, welches, wie auch das ganze Spiel, mit einer
    schönen Orchestermusik untermalt ist.
     
    Begleitet von diesem schönen Sound, starte ich das Spiel und
    auch die Grafik überzeugt mich von Beginn an. Ich mag diese bunten und
    fröhlichen Farben, die ein Casablanca im Jahre 2219 zeigen. Ein großes
    Kompliment übrigens an die Entwickler, die Casablanca ihren urigen und
    verträumten Stil gelassen haben und nur einige Aspekte, wie Autos und
    Industriegebäude stark modernisiert haben. Ich finde das, im Gegensatz zu
    einigen anderen Zukunftsspielen, sehr realistisch.
     
    Was mir zu Beginn noch ein wenig Kopfschmerzen bereitet hat,
    letzten Endes jedoch als gelungene Lösung durchgeht, ist die Steuerung. Das
    entgegengesetzte Lenken mit der Maus(links = rechts etc.) fiel mir in
    Kombination mit der Tastatur ein wenig schwer. Dafür ist der Beginn des Spiels
    auch nicht so anspruchsvoll, so dass der Spieler nicht gleich entnervt aufgeben
    möchte.
     
    Nachdem der Spieler ins Spiel eingeleitet und mit den
    Bewegungen, Charakteren und der Umgebung vertraut gemacht wurde, geht es
    endlich los mit dem Abenteuer. Schnell gilt es kniffelige Situationen zu
    meistern und die richtigen Wörter in den Dialogen zu finden um den
    bestmöglichen Lösungsweg herauszufinden. Bald ist auch nicht mehr Casablanca-City
    der Hauptort des Geschehens, sondern der Spieler findet sich in düsteren Gassen
    und verschneiten Welten wieder, was für eine optische Abwechslung sorgt. Schließlich
    „isst“ das Auge immer mit…
     
    Was mir an „Dreamfall- The Longest Journey“ sehr leicht
    fiel, war das Weiterspielen, da man nicht stundenlang an einem Rätsel
    rumbasteln musste, um durch eine äußerst fragwürdige Lösung den geringsten
    Fortschritt zu erzählen. Ständig kommt der Spieler voran, ohne gelangweilt zu
    sein, weil es zu einfach sein könnte. Ist es definitiv nicht! Bei Klassikern,
    wie Baphomets Fluch oder Monkey Island, die definitiv auch zu den Besten ihrer
    Zunft gehören, verzweifelten wir ja an einigen Stellen, weil der Spieler so unlogisch im Denken gar nicht zu Stande war.
     
    Begleitet
    wird das Spiel „Dreamfall“ von netten
    Dialogen und spannenden Filmsequenzen, was für Adventures dieser Art
    typisch ist. Der hektische
    Spielertyp dürfte hin und wieder mal genervt reagieren, denn: einige Szenen hätten
    kürzer
    gestaltet werden können. Gleichwohl dies meine Bewertung nicht ins
    Negative
    zieht. Im Gegenteil: ich bin von diesem Spiel schwer angetan und bin
    der festen
    Überzeugung, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis ich Zoe dazu
    führe, die
    Menschheit zu retten. Auf die E3 Bewertung konnte ich mich also ohne
    Frage verlassen und der Griff ins Regal wird sich für alle, die an
    Syberia, Ni-Bi-Ru und Co. ihren Spaß haben, lohnen. Ein würdiger Nachfolger für einen Meilenstein des Adventure-Genres!

    Titel: Dreamfall – The Longest Journey



    Plattform: PC



    Genre: Adventure



    Erscheinungsdatum: schon erschienen



    Publisher: ANACONDA



    Entwickler: FUNCOM



    Systemvoraussetzungen: Windows XP, 1,6 GHz, 256 MB Ram, 4 GB Festplattenspeicher und 64 MB Grafikkarte

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