Alltagstipp: Was tun, wenn man ausgesperrt ist?

Die Tür fällt ins Schloss, und das Schlüsselbund liegt drinnen auf dem Sideboard – was ist jetzt zu tun? Hier erfahren Verbraucher, wie man sich in so einem Notfall verhält.

Preise vergleichen – am besten vor dem Ernstfall

Sie sind draußen vor der Tür – und der Schlüssel befindet sich dahinter? Eine Situation, die bei vielen eine Schrecksekunde auslöst und oft zu hektischen Reaktionen führt. Wer weiß, wie man sich richtig verhält, kann Kosten und Nerven sparen.

Wer clever ist, vergleicht bereits vor dem Fall der Fälle Schlüsseldienste in seiner Region und holt Angebote sowie Preise ein. Die Firmen sollten nur aus der eigenen Gegend stammen, da unseriöse Schlüsseldienste gern Mondpreise für ihre Anfahrt verlangen. Fragen Sie nach Festpreisen (Türöffnung plus Anfahrt). Verweigert der Schlüsseldienst diese Auskunft, ist das kein gutes Zeichen: Grundsätzlich sollten sie sich einen Schlüsseldienst suchen, der einen Festpreis angibt.

Für das reine Türöffnen und die Anfahrt liegen die Preise seriöser Anbieter etwa zwischen 80 – 90 und 150 Euro. So sollten zum Beispiel die Kosten für einen Schlüsseldienst in Karlsruhe laut der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nicht mehr als etwa 80 Euro an einem Werktag und etwa 150 Euro nachts oder am Wochenende betragen.

Ist auf diesem Weg ein seriöser Schlüsseldienst ermittelt worden, lässt sich seine Telefonnummer im Smartphone speichern. Eine Hinterlegung der Nummer bei Nachbarn oder als Notizzettel hinter der eigenen Waschmaschine im Keller ist ebenfalls sinnvoll, wenn das Smartphone zusammen mit dem Schüsselbund auf dem Sideboard liegt. In diesem Fall muss man sich dann ein Telefon leihen.

Was der Schlüsseldienst wissen muss

Ist die Haustür tatsächlich einmal ins Schloss gefallen, muss dem Schlüsseldienst zur Auftragsannahme folgendes mitgeteilt werden: Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Wohnort und Telefonnummer.

Im Anschluss müssen Sie das Problem schildern, damit die Mitarbeiter sich auf ihren Einsatz vorbereiten können. Ist die Tür nur zugefallen oder zugeschlossen? Handelt es sich um ein Sicherheitsschloss? Ist der Schlüssel abgebrochen? Steckt der Schlüsselbart noch im Schloss? Ist der Schlüssel verloren worden? Je genauer die Problematik geschildert wird, umso besser.

Anschließend müssen Sie sich als Hauseigentümer oder Mieter legitimieren, damit das Schloss geöffnet wird. Dazu genügt in der Regel eines der folgenden Dokumente:

Personalausweis, Reisepass, Meldebestätigung, Mietvertrag oder ein Grundbuchauszug. Außerdem können Sie sich mit Ihrem Führerschein oder der Karte ihrer Krankenkasse identifizieren, wenn letztere ein Lichtbild enthält. Dasselbe gilt für Monatskarten des ÖPNV. Alternativ kann die Polizei die Personalien feststellen, bevor die Haustür geöffnet wird.

Bildnachweis: Pixabay, 4521069, Schluesseldienst


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