Akquise oder Aquise?

Bei der Kundenakquise geht es um Feingefühl und gute Argumente.Akquise wird häufig auch als Aquise – ohne k – angeführt, obwohl dies ein eindeutiger Schreibfehler ist. Die Kundenwerbung um das k an zweiter Stelle zu bringen, kann eigentlich nur dadurch erklärt werden, dass es für manche merkwürdig anmutet, es zwischen dem a und dem q zu sehen.

Wörter wie „Aqua“ kommen ja auch ohne den zusätzlichen Konsonanten aus, also warum muss es dann dennoch „Akquise“ und nicht „Aquise“ heißen?

Aquise, Akquise, Akquisition? Duden: Akquise – das Anwerben auf Latein

Es heißt nicht Aquise, Akquise oder Akquisition! „Akquise“ ist korrekt und es ist eine Ableitung in mehreren Schritten: Im Deutschen spricht man eigentlich in der Langform von Akquisition, was vom lateinischen „acquirire“ stammt, das sich wiederum aus „ad quaerere“ entwickelte. Durch all diese Wörter soll im Prinzip nur das „anwerben“ beschrieben werden. Und während also das d zu einem c und schließlich zum k wurde, kann „Aquise“ in keinem Fall richtig sein.

Akquise – man hört es an der Aussprache

Und auch von der Aussprache her wird klar, dass die Kundenwerbung nicht Aquise, Akquise oder Akquisition heißt, sondern unbedingt mit einem k ausgestattet sein muss: Wer die falsche Schreibweise anwendet, tut gut daran, einmal zu überprüfen, ob die phonologische Einschätzung des Wortes stimmt. Denn man sagt eben nicht „Akwiese“, sondern spricht das Wort „Ak-Kujiese“ aus, um es einmal einigermaßen lautmalerisch darzustellen. Akquisition Duden – auch dort steht, dass es falsch ist.

Kundenakquise Duden – häufig falsch geschrieben

Besonders spannend ist es zu sehen, dass die falsche Form als „Aquise“ aber eine auffallend häufige Verbreitung gerade dort sieht, wo man es besser wissen sollte: In Jobanzeigen und Stellenbörsen und in Foren und den Webseiten von Kundenwerbern. Es ist sicherlich richtig, dass „Akquise“ in der korrekten Schreibweise ebenfalls ungewohnt aussieht, aber mit dieser Buchstabenfolge muss man sich wohl oder übel arrangieren, wenn man seine Tätigkeit professionell ausüben und auch schreiben möchte.

Foto: Jeanette Dietl – Fotolia

Eine Meinung

  1. „Denn man sagt eben nicht “Akwiese”, sondern spricht das Wort “Ak-Kujiese” aus, um es einmal einigermaßen lautmalerisch darzustellen.“ Das ist falsch. In der deutschen Hochlautung werden gleichklingende aufeinanderfolgende Konsonanten im Aus- und Anlaut so gebunden, dass der Ansatz des Auslautes und der Explosivanteil des folgenden Anlautes in der zeitlichen Länge von zwei zu sprechenden Konsonanten gesprochen werden. Die deutschen ausgebildeten Nachrichtensprecher machen das i.d.R. richtig, die „sprechenden“ Redakteure leider oft nicht.. Auf keinen Fall sind beide Konsonanten getrennt zu zu sprechen. Anstatt -kwiese, – kuhwiese zu sagen ist auch Quatsch. Bei Aussprachefragen empfiehlt sich hin und wieder ein Blick in die Fachliteratur und/oder einschlägige Nachschlagewerke. Der Aussprache-Duden und/oder der Siebs leisten hier akzeptable Dienste. Grundsätzlich bin ich allerdings durchaus für eine Rechtschreibreform, die sich an der Aussprache orientiert. Dann wäre „deitsche Sprache“ viel weniger „schwärre Sprache“, als sie es jetzt ist.

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