Achtung Hatschi – In Deutschland ist die Grippe im Anmarsch

Pärhen im Bett mit Schnupfen

Februar 2015: Eine Grippewelle naht! Dieses Mal sind weit mehr Menschen davon betroffen als in den Jahren davor. In den letzten Tagen wurden mehr als 6200 neue Fälle gemeldet – und der Höhepunkt der Epidemie ist noch lange nicht erreicht.




Mehr Erkrankte, stärkere Symptome

Die diesjährige Grippewelle fällt nach Einschätzungen von Infektionsforschern stärker aus als jene der vergangenen Jahre. Auch verursacht das zurzeit kursierende Virus heftigere und länger anhaltende Symptome. In Deutschland steht der Infektionsgipfel noch bevor – es muss aber mit einem ähnlichen Verlauf gerechnet werden. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch Institutes teilte mit, dass die Aktivität akuter Atemwegsinfekte in der Woche vom 7. bis zum 13. Februar stark angestiegen sei. Insgesamt gibt es in dieser Saison bereits 18.346 von Ärzten bestätigte Influenza-Erkrankungen – die Dunkelziffer liegt aber erheblich höher.

Auch wirtschaftliche und logistische Folgen

Nahezu 1,5 Millionen Menschen suchten in der vergangenen Woche wegen Grippesymptomen einen Arzt auf. Viele Arbeitgeber berichten von weit überdurchschnittlich hohen Krankenständen – mit Produktionseinbußen muss bereits jetzt gerechnet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist vor allem der Süden Deutschlands stark von der Grippewelle betroffen. In Karlsruhe geriet aufgrund der hohen Krankenzahlen bei Stadtbahnführern der Nahverkehr immer wieder ins Stocken – weshalb sogar der Stadtbahn-Chef persönlich stundenweise die Führung von Stadtbahnen übernahm. Auch in zahlreichen Krankenhäusern der Region wurde ein starker Personalmangel verzeichnet.

Vorbeugen, so gut es geht

Die sich immer mehr ausbreitende Grippewelle erfordert erhöhte Achtsamkeit. Um sich und andere vor der Krankheit zu schützen, beim Niesen nach Möglichkeit Mund und Nase bedecken – am besten mit einem Papiertaschentuch. Sollte gerade keines verfügbar sein, den Ärmel benutzen, aber niemals die Hand! Benutzte Taschentücher müssen umgehend entsorgt werden. Auch verstärkte Hygienemaßnahmen sind wichtig: Häufiges Händewaschen – vor allem, nachdem ein Taschentuch angefasst wurde – ist unabdingbar. Im Krankheitsfall Menschenansammlungen meiden: Nach Möglichkeit mindestens zwei Meter Abstand zu Anderen halten. Das gilt insbesondere für chronisch Kranke, Kleinkinder, ältere Menschen und Schwangere. Zuhause regelmäßig lüften, damit die Virusbelastung in der Raumluft reduziert wird.

Foto: Thinkstock, Wavebreak Media, Wavebreakmedia Ltd

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