15.30-Preview

Bei Werder gegen Cottbus gibt es selbstverständlich nur einen Anwärter auf den Sieg. Werder. Zumal Bremen nach Auftritten in der Champions-League unter der Woche am folgenden Bundesliga-Wochenende, außer bei der Niederlage gegen Stuttgart (2:3, 16.09.2006), immer gewonnen hat. Zuletzt beim eindrucksvollen Sieg gegen die Bayern. Jedoch, es wäre nicht die erste Überraschung für die Cottbus in dieser Saison sorgt.

Das Spiel des Tages ist der Auftritt der Bayern auf Schalke. Dort wettert die "Bild" ja schon seit Menschen Gedenken gegen Mirko Slomka. Mit Beginn dieser Woche hat nun das muntere "aus-dem-Amt-schreiben" begonnen. Da wird von Slomkas letzter Schicht auf Schalke geschrieben und man vermutet, dass ihm am morgigen Sonntag das Lächeln wohl vergehen werde.

Wie die Verantwortlichen auf Schalke diesem enormen Druck auf Dauer Stand halten wollen, weiß ich nicht. Ein Sieg gegen Bayern wäre natürlich Balsam für die geschundenen Seelen, doch die Mannschaft hat in den letzten Wochen wenig Chrakterstärke gezeigt, daher zweifele ich an einer Trotzreaktion. Allerdings: Wenn man nicht gegen Bayern für einen Befreiungsschlag sorgt, wann dann? Auf die Unterstützung der Fans darf die Mannschaft allerdings nicht hoffen. Die Kurven werden nämich schweigen. Zumindest in den ersten 19 Minuten und 04 Sekunden nicht. Ein Symbol für das Geburtsjahr des Clubs und ein Protest gegen die schwachen Leistungen der letzten Wochen.

Ob die Bayern die Formschwäche der Schalker werden ausnutzen können, ist kaum vorauszusagen, nach den wechselhaften, alles in allem aber mäßigen Darbietungen der jüngsten Vergangenheit. Man munkelt, es würde zu wenig geredet innerhalb der Mannschaft. Ein Zeichen für fehlende mannschaftliche Geschlossenheit. Diesen Eindruck teile ich offen gesagt voll und ganz. Natürlich ist so eine Profi-Truppe immer eine Zweckgemeinschaft, doch muss schon ein soziales Gefüge zu erkennen sein. Das ist bei Bayern, und in meinen Augen bei vielen anderen Bundesliga-Clubs, nicht auszumachen.

In Wolfsburg findet heute ein Schicksalsspiel von Thomas Doll statt. Der musste auf die Frage, was nach einer Niederlage bezüglich seines Trainerjobs beim HSV geschehen werde, erstmal eine Weile überlegen. Dass Doll nicht vorhat seinen Posten auszusitzen, also durchaus freiwillig gehen würde, wenn er das Gefühl hat, die Mannschaft nicht mehr zu erreichen, hat er schon häufiger angekündigt. Die unterirdische Leistung gegen Porto am Mittwoch könnte den Stein endgültig ins Rollen gebracht haben. Denn auch die Presse hat die Trainerdiskussion jetzt angestimmt.

Bild, SZ und das Hamburger Abendblatt berichten einstimmig, dass Doll mit den Spielern hart ins Gericht gegangen sei und heute wohl Sanogo, Ljuboja, Mahdavikia und Kirschstein draußen lassen wird. Gleichzeitig fragt man sich aber auch, ob das die letzte Option ist, die Doll jetzt noch einfällt. Kurze Bemerkung: Mit Kirschstein hat der HSV noch unter der Woche bis 2010 verlängrt, jetzt fliegt er aus der ersten Elf; das hat einen fragwürdigen Beigeschmack.

So, was noch? Ach ja, noch ein Trainer, den die "Bild" mal ganz fix weg haben möchte. Bert van Marwijk tritt heute mit der Borussia gegen Arminia Bielefeld an, Mainz kann bei einer hohen Niederlage gegen Leverkusen auf den letzten Platz abrutschen und Nürnberg würde sich heute, laut Torwart Schäfer, über ein Unentschieden in Berlin freuen. Bei Aachen gegen Stuttgart hat der VFB die Gelegenheit sich ganz oben festzusetzen und für Aachen geht es darum, nicht zum dritten Mal in folge zu verlieren.

2 Meinungen

  1. Slomka hat noch 25 einhalb Stunden länger Zeit sich zu fragen, wass er künftig machen wird, die spielen nämlich erst morgen 😉

  2. auau, danke erstmal für den Hinweis:-(da schalte ich eben voller Vorfreude die Arena-Konferenz ein und zappe wie wild geworden hin und her, in der Gewissheit:Die haben vergessen nen Kanal für Schalke-Bayern einzurichten. Doch es stimmt, sie spielen erst morgen. Das ist peinlich.

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