Warum ein Stararchitekt ein Toilettenhaus bauen will

Warum, erfährt der Leser aber trotzdem nicht. Außer, dass Teherani „diese Idee ganz hervorragend“ findet und das Ganze deshalb auch honorarfrei stemmt. Die eigentlichen Gründe stehen zwischen den Zeilen. Betreiber des „grünen Klassenzimmers“ (das es einmal werden soll, nachdem der Architekt seine Allzweckwaffe Glas eingesetzt hat) ist nämlich, hört, hört, die Katholische Grundschule HOCHALLEE. Und wer sich ein bisschen auskennt in Hamburg, der weiß, dass der Kindergarten und besagte Schule nur A-Promi-Kinder betreut. So findet man nicht selten den einen oder anderen Sprössling des Herrn Chefredakteurs einer großen überregionalen Tageszeitung und des Verlagsdirektors, Schauspielers, Politikers oder des ganzen restlichen Hamburger Geldadels unter den Pennälern. Das man sich mit diesem Ein-Herz-für-Kinder-Projekt die Premiumclass potentieller Auftraggeber sichert (dann geht’s natürlich wieder mehr in Richtung: Verlagsgebäude, Renommierobjekte und Protzbauten) ist doch wohl klar. Oder?

Eine Meinung

  1. “Allzweckwaffe Glas” – für ein Toilettenhäuschen der angebrachte Baustoff. Da freuen sich dann die Grundschüler aus der Hochalle, wenn es auf dem Schulweg was zu peepen gibt, und Frau Chefredakteurin kann ihrer exhibitionistischen Ader nachgehen. Da schau ich doch gern mal nach den Bauarbeiten zum joggen vorbei und reiss mir was auf … den Zehennagel zum Beispiel.

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