Radarwarner: Legal oder illegal, sind die Blitzwarner erlaubt?

Radarwarner vs. Blitzer

Stress, Hast, der entnervte Blick auf die Uhr, 60Kmh sind erlaubt. Der naheliegende Gedanke durchfährt den Autofahrer, dass 20Kmh mehr doch nicht so schlimm sind. Dann eine Schrecksekunde, ein gleißender Blitz, kurz aber eindeutig. Erwischt, zu spät für Reue, Wut auf den geldsaugenden Vater Staat macht sich breit. Ein Radarwarner hätte das verhindern können, wäre sein Einsatz denn erlaubt. Der Markt bietet vieles, ob die Nutzung aber legal ist, muss ein Kunde in der Regel selber überprüfen. Die mobilen wie auch fest installierten Blitzgeräte der Verkehrsbehörden können dem Autofahrer das Leben schwer machen. Der Kauf der Radarwarner liegt hier also recht nahe. Klar sollte dem Käufer aber werden, dass bereits der Einbau der Blitzerwarner in ein Fahrzeug ein Verstoß gegen §23 Abs. 1b StVO (Straßenverkehrsordnung) darstellt. Allein die Installation der Radaranzeiger in das KFZ ist strafbar, auch wenn die Funktion nie genutzt wird.

Warum Blitzwarner, wenn man sicher fährt?

Wer sich die Zeit nimmt, über den Sinn einer Geschwindigkeitsmessung durch installierte Blitzgeräte nachzudenken, sollte im Geiste die vielen Holzkreuze am Straßenrand Revue passieren lassen. Zahlreiche Menschen haben hier ihr Leben gelassen, meist weil sie zu schnell fuhren. Wozu benötigt der Autofahrer einen Radarwarner, wenn er sich an die Geschwindigkeitsvorgaben hält? Ist der Blitzapparat wirklich nur eine Schikane und ein Abkassieren oder steckt vielleicht der Gedanke dahinter, die vielfach tödlichen Unfälle zu vermeiden? Navigationsgeräte mit Radarwarner sind der kleine rebellische Kick im gutbürgerlichen Leben. Vielleicht tragen einige von ihnen aber auch stillschweigend die Schuld an einem der tragischen Holzkreuze. Ein Gedanke, der sich nicht so einfach wegschieben lässt. Wer nur die angemessene Geschwindigkeit einhält, weil gerade ein Blitzgerät am Rande steht, sollte seine Einstellung zum Autofahren überprüfen.

3 Meinungen

  1. Weise Worte gelassen ausgesprochen! Ich denke, wir alle wären glücklich, wenn wir Blitzer, Radarfallen und Co. überhaupt nicht mehr nötig hätten – einfach weil jedermann den Sinn von Geschwindigkeitsbegrenzungen einsieht und diese auch beherzigt. Notorische Raser haben meiner Ansicht nach auf den Straßen nichts verloren. Daher würde ich persönlich sogar für wesentlich empfindlichere Strafen bei Geschwindikeitsdelikten plädieren!

  2. naja, nun gibt es auch die Momente, wo man mal was übersieht und genau dann ist es besonders ärgerlich. Wer meint auf den Straßen wilde Sxx spielen zu müssen, hat dort wirklcih nichts verloren.

    Gruß und blitzerfreie Fahrt

  3. Ich bin ebenfalls Valentine´s Meinung. Wo fängt Rasen eigentlich an? Ich denke, die meisten Autofahrer, die geblitzt werden, fahren nicht zu schnell, um “auf der Straße wilde Sau zu spielen”. Und es ist immer leicht, die Kreuze an den Alleen auf zu hohe Geschwindigkeit zu schieben. Ich habe selbst schon einiges erlebt und meine, es gibt viele Ursachen für Unfälle. Ein wenig zu lange auf´s Radio geschaut, Schmutz in der Kurve oder Wild. Nur meist sind diese Gründe nicht mehr nachvollziehbar. Und wenn das Auto dann 5 km/h zu schnell war, ist der Grund für die Polizei klar: zu hohe Geschwindigkeit. Im Übrigen erfolgen die Blitzkontrollen doch sehr auffällig an Stellen, an denen viele Autos vorbeikommen und zügig fahren. Und NICHT an Unfallschwerpunkten. Ich fahre täglich über die Alleen Brandenburgs. Es wird kaum in der Dämmerung geblitzt. Lieber morgens und nachmittags in der “Rush Hour”- wo es sich lohnt. Und vor Schulen? Klar doch. Am Wochenende und um 19.00 Uhr. Da drängt sich einem doch die eine oder andere Fage auf…

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*