Entdeckt, vermessen und gefilmt: der Gocta

Blond, schön und gefährlich:
die Sirene im Gocta sitzt auf einem Topf voll Gold und verteidigt ihr zu Hause
mit Hilfe einer Riesenschlange. Eines der Opfer der Mutter der Fische, Juan
Mendoza, ist vor wenigen Jahren auf unerklärliche Weise in der Nähe des
Wasserfalls verschwunden. Die Einwohner der Amazonasregion in der  peruanischen Provinz Chachapoyas (ca. 700 km von Lima, der Hauptstadt Perus, entfernt)
fürchteten sich vor diesem Ort und blieben ihm wenn es ging fern. So blieb der
beeindruckende Wasserfall lange vor der Öffentlichkeit verborgen. Seit März
diesen Jahres ist es jedoch amtlich: der Gocta ist der dritthöchste Wasserfall
der Welt und damit eine bisher ungenutzte Touristenattraktion für Peru.  

Zusammen mit einem peruanischen
Forschungsteam machte sich Stefan Ziemendorff auf die Suche nach der Sirene.
Bereits vor vier Jahren entdeckte er den verwunschenen Wasserfall bei einer
Expedition. Nach seinen Messungen ging hervor: er ist 771 Meter hoch und damit
höher als die bisherige Nummer drei, die amerikanischen Yosemite Falls.  


Touristenattraktion und Naturschutzgebiet

Warum Gocta jedoch so lange
unentdeckt geblieben war, mag nicht nur mit dem Mythos der zornigen Sirene,
sondern auch mit der unberührten Umgebung zusammenhängen. Hier ist der Urwald
noch dicht und unberührt. Der Gocta, benannt nach der Bevölkerungsgruppe der
Region, soll jedoch nun einen Strom von Touristen anlocken. Die Einwohner des
armen Landes hoffen auf den Geldsegen der Besucher und fordern eine
asphaltierte Straße zum Wasserfall, gleichzeitig soll das Gebiet unter
Naturschutz gestellt werden. Hier leben viele vom aussterben bedrohte Tiere,
darunter Brillenbären, Pumas, Tukane sowie seltene Kolibri- und Papageienarten.
Sie sind derzeit von der extensiven Landwirtschaft der umliegenden Dörfer Coca
und Cocachimba bedroht, für die der Zuckerrohr-Anbau die bisher einzige
Einkommensquelle ist. Ob die Sirene vom Wasserfall, mit den vielen Besuchern
einverstanden ist, ist jedoch zweifelhaft.

Die ersten Aufnahmen des
Wasserfalls gibt es bei Spiegel online zu sehen.

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2 Meinungen

  1. Hi:i would like to share some images of my last expedition into the Gocta Waterfallscheckhttp://imageevent.com/betosantillan/goctaregardsBeto Santillanhttp://www.andesmadness.comnever stop climbing

  2. mi chiamo Ettore Marzari e sono l’editore del portale http://www.latinoamerica.it. Sono arrivato ieri dal Perù dove mi sono recato con il mio team nel nord a Chachapoya su invito ufficiale delle autorità comunali per visitare la terza cascata più alta del mondo da poco scoperta. Essa è immersa nel bosco fluviale andino.Siamo stati tra i primi italiani a filmare e fotografare il Salto Gocta di circa 770 mt.Il luogo è dislocato nel distretto di Valera, un caseario (piccoli agglomerati di case contadine)posto a circa 2300 mt. e raggiungibile dopo 5 ore di cammino nE‘ un evento davvero straordinario per queste povere ed isolate popolazioni che vedono in questa „scoperta“ una possibilità concreta di riscatto della loro misera condizione.Grazie al mio sito, latinoamerica.it, ho stabilito ormai da parecchi mesi un rapporto diretto e privilegiato con il direttivo del Municipio di Chachapoya (sindaco in testa).Mi hanno invitato ufficialmente a scoprire questi luoghi carichi di storia, ma soprattutto mi hanno fatto capire l’importanza della necessità di redigere al più presto un progetto nazionale atto a preservare i luoghi in cui è inserita questa cascata al fine di regolamentare un futuro flusso turistico in questa regione.Quindi da un lato la gioia di essere in questi mesi al centro dell’interesse del mondo si mescola con il timore di veder stravolto il secolare equilibrio delle comunità contadine sparse nel territorio.Ho ricevuto con grande emozione il loro primo timido progetto per una autogestione del parco, che verrà inviato alle autorità nazionali ed internazionali nella speranza che qualcuno possa aiutarli in questo cammino di sviluppo ecosostenibile di questa unica e favolosa risorsa che è la valle delle cascate.

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