Deutschlands Medienstädte im Vergleich

In den vergangenen Jahren hat Deutschland als Sitz für internationale, große Medienunternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei konnten sich insbesondere die großen Metropolen hervorragend positionieren. Doch was unterscheidet Deutschlands Medienstädte voneinander und welche Stadt verspricht für diese Branche das größte Zukunftspotential?
Deutschlands Medienstädte im Vergleich

Der Platzhirsch Köln

Köln zählt wohl nach wie vor zur wichtigsten deutschen Medienmetropole. Insgesamt haben sich hier sieben große Fernsehsender und vier Radiosender angesiedelt. Hervorzuheben ist hier vor allem Deutschlands größter Privatsender und aktueller Marktführer RTL. Doch auch im öffentlich-rechtlichen Bereich ist Köln gut aufgestellt. So finden sich beispielsweise der WDR oder das Radioprogramm von 1Live in der Domstadt. Insgesamt arbeiten über 55.000 Menschen in diesem Bereich in Köln und produzieren täglich erfolgreiche Formate wie “Deutschland sucht den Superstar”, “TV Total”, oder “Wer wird Millionär”. Aber auch Werbeagenturen wie Media Consulta haben sich  neben Berlin auch in der Rheinmetropole angesiedelt.

Berlin, Hamburg und München

Die Prognosen für Berlins Zukunft als Medienhauptstadt sehen etwas weniger rosig aus. Die deutsche Hauptstadt hat, vor allem im Vergleich zu Köln und Hamburg, in den letzten Jahren deutlich an Boden verloren. Beispielsweise wanderte bereits 2004 der Nachrichtensender N-TV ab und auch viele wichtige Internetplattformen wie zum Beispiel Spiegel Online oder AOL haben sich in anderen Städten angesiedelt. Darüber hinaus vermuten Branchenkenner, dass auch die Arbeitslosigkeit unter Journalisten mit etwa 12 Prozent in Berlin besonders hoch ist. Insgesamt arbeiten auch nur etwa 10 Prozent aller in Deutschland hauptberuflich tätigen Journalisten in Berlin. Hamburg hingegen entwickelt sich momentan prächtig. Über vier Prozent aller Erwerbstätigen in der Hansestadt arbeiten im Medienbereich und auch die IT- und Telekommunikationsbranche verzeichnet Zuwächse. Hier arbeiten insgesamt 3 Prozent aller Erwerbstätigen Hamburger. Auch München ist als Medienstadt durchaus gut aufgestellt und ist vor allem im Bereich der TV-Produktion ganz vorne dabei. Aber auch sonst ist das Spektrum der vertretenen Branchen sehr vielseitig.

Vielfältige Strukturen in den Medienmetropolen

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass sich der Großteil der deutschen Medienhauptquartiere über die letzten Jahre sehr gut entwickelt hat. Auch die Infrastruktur und internationale Anbindung haben sich kontinuierlich weiterentwickelt, was ansässigen Unternehmen dabei hilft, ihre Konkurrenzfähigkeit weiter auszubauen.

Bildrechte: Jürgen Feldhaus – Fotolia

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*