Wo bekommt man eine seriöse Existenzgründerberatung?

Der Start in die Selbstständigkeit kann an vielen Hürden scheitern. Eine Existenzgründerberatung, Begleitung auf den ersten Etappen und finanzielle Hilfe sind unverzichtbar.

Angebote von Existenzgründerberatung

Erste Anlaufstellen für Existenzgründer sind die Bundesagentur für Arbeit und die KfW Bankengruppe.

Die Agentur für Arbeit kann Coachingmittel zur Verfügung stellen und hat Sachbearbeiter, welche Sie an Experten weiterleiten können.

Die KfW Mittelstandsbank bietet auf ihren Seiten die KfW Beraterbörse an. Schon die Beratung ist mit Kosten verbunden, weswegen der Berater mit Bedacht gewählt werden sollte.

Für die Existenzgründerberatung sollten Sie einen Sachverständigen mit speziellen Kenntnissen über die Branche aufsuchen, in der Sie durchstarten möchten. Auf der Beraterbörse können Sie nach bestimmten Beratern mit Namen oder Beratungsprodukten und -leistungen in vorsortierten Sparten suchen.

Wissen zu vermitteln, ist das eine. Der Berater sollte den Existenzgründer auch in der Praxis begleiten. Bei einer Erstberatung – sie sollte nicht mehr als 100 € kosten – wird zunächst die Geschäftsidee geprüft.

Zusätzlich zur Existenzgründerberatung sollte eine Rechtsberatung konsultiert werden, zum Beispiel bei der Startothek.

Fördermittel für Existenzgründer

Zuschüsse aus öffentlichen Budgets und bestimmten Förderprojekten müssen rechtzeitig beantragt werden. Die Bezuschussung ist an bestimmte Voraussetzungen und Zielsetzungen gebunden. Der Gründungswillige muss fachliche und kaufmännische Kompetenzen mitbringen und das Ziel verfolgen, die gegründete Existenz zur Haupterwerbsgrundlage zu machen. Den Antrag müssen Sie in der Regel bei der Hausbank einreichen.

Das Angebot an Fördermitteln ist sehr groß. Grundsätzlich gilt: Kapital zur Existenzförderung ist vorhanden. Um Banken von der Investition in die Geschäftsidee zu überzeugen, braucht man für die Finanzplanung harte Fakten.

Im Internet gibt es Fördermitteldatenbanken für bestimmte Zwecke. Eine Übersicht über Fördermittelprojekte des Bundes, der Länder und der EU gibt die Förderdatanbank. Bei der Bundesagentur für Arbeit nennt man die finanziellen Fördermittel Gründungszuschuss.

Weitere Beratung können Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie oder dem Wirtschaftsministerium und der Investitionsbank des Bundeslandes suchen, in dem der Hauptwohnsitz angemeldet ist. Solche Wirtschaftsförderungen bieten in der Regel kostenlos fachlich fundierte Beratung an.

Wieviel Geld kostet eine gute Beratung?

Bei Stundensätzen von 35 € oder mehr kann die Beratung sehr kostspielig sein. Das Geschäft in den Sand zu setzen, kann jedoch noch teurer werden. Informationsseminare, die nicht kostenlos sind, können Sie mit den Coachingmitteln der Bundesagentur für Arbeit bezahlen. Ein Seminar sollte über mehrere Tage verteilt mindestens 20 Stunden dauern und nicht mehr als 15 Teilnehmer aufnehmen.

Mit welchen Kosten für die Beratung ein Gründungswilliger im Durchschnitt zu rechnen hat, kann nicht pauschal beantwortet werden. Einstellen sollten Sie sich auf Zahlen im drei- bis vierstelligen Bereich.

Eine Meinung

  1. Klaus Schaumberger

    Ein guter Artikel der die Problematik der Gründungsberatung beleuchtet. Kompetente und erfahrene Gründungsberater werden allerdings schwer zu bekommen sein für 35 €. Wer hier ebenfalls gut kalkuliert wird feststellen das dies nicht attraktiv ist bei guten Gründungsberater. Die Startothek ist ein nützliches Tool, aber es bleiben Lücken die ein Berater aus der Branche meist leicht erkennt.
    Gründer erhalten starke Unterstützung durch staatliche Beratungszuschüsse und können so gezielt Hilfe erhalten.

    Viel Erfolg bei der Umsetzung der Gründungsplanung
    Klaus Schaumberger

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