Weiße Fliege: So können Sie den Schädling bekämpfen

Wenn man entzückende Purpurglöckchen, eine samtige Korallenfuchsie oder andere bestimmte südländische Pflanzen hält, die Wärme lieben, sollte man die Pflanzen zur Überwinterung in einem Kalthaus unterbringen.

Falls man sie dennoch lieber im Zimmer überwintern lassen möchte, blühen sie zwar noch den gesamten Winter über in voller Schönheit, jedoch wird der ungeliebte Schädling die Weiße Fliege angezogen.

Die Weiße Fliege – Ungeliebter Gast bei südländischen Pflanzen

Die weiße Fliege erreicht eine Größe von 2 bis 3 mm. Sie zählt zur Gattung der Läuse und ist mit den Schildläusen verwandt. Im Gegensatz zu den Schildläusen besitzt die Fliege jedoch Flügel und kann sich deshalb schnell über die Pflanzen ausbreiten. Die ausgewachsenen Tiere und die Larven der Weißen Fliege saugen Pflanzensaft aus den Blättern, so dass den Pflanzen langsam aber sicher das Leben ausgesaugt wird. Vorwiegend hält sich der Schädling auf den Blattunterseiten auf.

Die mit der Weißen Fliege und deren Larve befallenen Blätter erkennt man an einer gelben Sprenkelung. Sobald die ausgewachsenen Tiere gestört werden, fliegen sie auf. Im fortgeschrittenen Stadium des Befalls verliert die Pflanze ihre Vitalität und die befallenen Blätter sterben und fallen ab. Ebenso bildet sich auf den befallenen Pflanzen durch die von der Fliege abgesonderte Fructose, dem sogenannten Honigtau, der Rußtaupilz. Die Stellen, die von dem Pilz befallen sind, sind schwarz gesprenkelt oder fleckig schwarz gefärbt.

Zur Bekämpfung systemische Präparate nutzen

Die Weiße Fliege bekämpft man am besten mit Gelgstickern. Daran bleiben die flugfähigen, ausgewachsenen Insekten kleben und können sich nicht mehr fortpflanzen.
Im Handel sind zudem auch zahlreiche, gegen saugende Insekten zugelassene Präparate erhältlich. Systemisch wirkende Mittel eignen sich in diesem Fall besonders gut zur Bekämpfung der hartnäckigen Larven dieser Schädlinge.

Bei solchen Präparaten wird der für die Weiße Fliege schädlich wirkende Wirkstoff über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen. Hierzu steckt man einfach die Insektizidstäbchen in die Pflanzenerde. Über den Saftstrom der Pflanze gelangt der Wirkstoff dann an alle vegetativen Stellen der Pflanze. Bei systemisch wirkenden Sprays wird der für die Insekten giftige Wirkstoff über die Blätter der Pflanze aufgenommen. Ebenso lassen sich Weiße Fliegen mit Schlupfwesen und der Erzwespe bekämpfen, die man im Handel erhalten kann.

Zur Vorbeugung eines Befalls sollten Sie die gefährdeten Pflanzen mit weichem Laub und nicht in warmer Luft mit einer hohen Luftfeuchtigkeit aufstellen. Behalten Sie die Pflanze immer im Auge, denn wenn man sofort zu Beginn eines Befalls eingreift, helfen bereits die einfachsten Mittel ohne großen Zeitaufwand.

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