Was tun wenn Kinder schielen? Symptome und Behandlung

Bei einem Neugeborenen schauen die Augen nicht immer in die gleiche Richtung, wie es eigentlich sein sollte. Allerdings ist das bei Babys bis zum fünften Lebensmonat normal und hat nichts mit schielen zu tun. Damit die Babyaugen gleichgerichtet in eine Richtung schauen, bedarf es einer Einspielungsphase. Sollten Sie bei Ihrem Baby dennoch mit einem halben Jahr immer noch keine Gleichstellung der Augen bemerken und es schaut beispielsweise noch mit einem Auge nach innen oder außen weg, ist eine Augenarztkontrolle unbedingt nötig. Durch einen Augenarztbesuch können Sie sich vergewissern, dass Ihr Kind später keine ewige Sehschwäche mit sich trägt und sich das räumliche Sehen entsprechend korrekt entwickelt. Wie Sie eventuelle Symptome und Ursachen selbst erkennen, und was dagegen gemacht werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

schielen korrigieren: Was kann helfen?

  • Schielbrille
  • Sehtraining
  • Augenverband
  • Schieloperation

 

Wenn Kinder schielen: Darauf sollten Sie achten!

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Bescherden vom Kind ernst nehmen

Bei Kindern, die schielen, sind in der Regel häufige Ursachen einer Netzhauterkrankung oder einer Weitsichtigkeit schuld. Allerdings kann das Schielen auch angeboren sein. Leider können Sie selbst Ihrem Kind nicht helfen, wenn es schielt und es verwächst sich auch nicht. Deshalb ist es sehr wichtig, wenn Sie sich unsicher sind, einen Arzt aufzusuchen. Er kann über eine Augenfehlstellung oder andere Beschwerden eine genaue Diagnose stellen.

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Symptome des Schielens

Klagt Ihr Kind über häufige Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, sieht es Doppelbilder, sind ständige Entzündungen am Augenlidrand zu bemerken oder Tränen die Augen vermehrt, können es Symptome vom Schielen sein.

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Behandlung in einer Augenheilanstalt

Spezielle Krankenhäuser bieten mitunter ein Sehtraining gegen das Schielen an. Wenn Ihr Kind nicht immer schielt, kann dies mit einem solchen Training geheilt werden. Neben dem Sehtraining wird mithilfe von sogenannten Schielbrillen und Augenverbänden gearbeitet. Gerade nach einem medizinischen Eingriff am Auge, wegen des Schielens, ist dieses Training wirkungsvoll.

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Schielbrillen gut bei Weitsichtigkeit

Schielbrillen werden schon im Alter von einem Jahr bei Kindern eingesetzt. Leidet Ihr Kind beispielsweise an Weitsichtigkeit, ist eine Schielbrille nur zu empfehlen. Diese sollte den ganzen Tag über getragen werden.

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Der Augenverband nach der Schielbrille

Dieses Verfahren zieht sich meistens über Monate oder Jahre hinweg und wird in den meisten Fällen gleich nach einer Schielbrille oder dem Sehtraining angewandt. Mit einem Augenverband wird ein Auge abgeklebt. Bei manchen kleinen Brillenträgern wird es auch direkt auf eines der Brillengläser geklebt.

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Operationen sind häufig unvermeidbar

Bei einer großen Anzahl an Kindern, die schielen, ist eine Augenoperation zwingend notwendig. Eine Operationen kann schon im Alter von zwei Jahren erfolgen, wenn es sich um ein angeborenes Schielen handelt. Ansonsten wird mit einer OP bis zum fünften Lebensjahr abgewartet. In vielen Fällen sind sogar mehrere Augenoperationen notwendig. Aber nicht bei jedem Kind ist dadurch eine hundertprozentige räumliche Sehkraft gewährleistet. Bei solchen Operationen wird der Augenmuskel entweder verkürzt oder ausgebessert.

Tipps und Hinweise

  • Beobachten Sie die Augen Ihres Kindes ab einem Alter von sechs Monaten
  • Nehmen Sie häufiges Klagen über Kopfschmerzen oder dergleichen ernst
  • Gehen Sie frühzeitig mit Ihrem Kind zur Augenkontrolle

2 Meinungen

  1. Schielende Kinder, die NICHT operiert werden, sehen NICHT doppelt und tun dies auch als Erwachsene nicht. Das Doppeltsehen kenne ich nur von Schielern, die als Kind operiert worden sind. Ich selber schiele leicht seit meiner Geburt, bin nicht operiert worden und habe noch nie in meinen Leben (58 Jahre) doppelt gesehen. Fazit: Nicht jeder, der schielt, sieht doppelt.

  2. Schielende Kinder, die NICHT operiert werden, sehen NICHT doppelt und tun dies auch als Erwachsene nicht. Das Doppeltsehen kenne ich nur von Schielern, die als Kind operiert worden sind. Ich selber schiele leicht seit meiner Geburt, bin nicht operiert worden und habe noch nie in meinen Leben (58 Jahre) doppelt gesehen. Fazit: Nicht jeder, der schielt, sieht doppelt.

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