In der anderen Station wurde sie von den Damen ( es sind ja meistens Damen ) immer angesprochen und vielleicht auch, ich will es mal vorsichtig formulieren, mit Worten gepiekt, denen meine Mutter gar nichts mehr hinzufügen konnte und sich immer mehr zurückgezogen hat.
Ja und nun ist sie in einem Bereich wo wesentlich mehr Personal ist, es gibt viele Sitzecken( es ist ja der zweite Neubauabschnitt des Martha Hauses ) und ein echtes Prunkstück geworden. Also viele Sitzecken zum Treffen und verweilen. Und vielleicht auch ein wenig reden.
Hier in diesem Bereich siehe ich eine Einheit von Menschen die zusammen passen. Jeder geht, so er denn kann über die Flure wird vom Personal nett angesprochen. Man singt zusammen mit Leuten von der Betreuung. Man spielt zusammen. Es ist einfach ein Level.
Das konnte ich aber nicht gleich für mich verstehen.
Mein Mutter hat sich total verändert. Sie schaut durch mich durch, spricht kaum. Hier kommen wieder ganz schwer die Wortfindungsstörungen zum tragen. Früher konnte sie ja noch richtige Sätze sprechen, heute geht das gar nicht mehr.
Ich führe eine lustige Unterhaltung, keine Fragen stellen natürlich und ich denke mal, langsam wächst es zusammen und ich komme mit der Situation klar.
Später möchte ich Ihnen mehr darüber berichten.
Sprechen Sie mich doch einfach an, wenn Sie nicht wissen was das RICHTIGE für Ihre Eltern oder und Angehörigen ist.
Grundsätzlich die Entscheidung zu treffen Heim ja oder nein ist, und da stehe ich jetzt nach 4 Jahren voll dahinter !!! richtig !!!!!
Auch wenn ich jetzt böse Briefe bekomme.
Herzlichst Ihre Karin Ritter
