Warner Music Group kooperiert mit YouTube

YouTube ist eine Erfolgsstory – kein Zweifel. Als ich in meiner Eigenschaft als Projektleiter im Jahre 2001 ein aehnliches Format fuer ein deutsches Unternehmen (clipyourself.com) ins Netz bringen sollte, war ich skeptisch – sehr skeptisch. Damals gab es noch viel zu wenig private Breitbandanschluesse und auch die Server auf denen der neue Dienst betrieben werden sollte, musste (fuer damalige Verhaeltnisse) auf immense Lasten ausgelegt sein. Dem Auftraggeber "unzapped mediaworks gmbh" von Clipyourself ging das Kapital aus und bis auf eine handvoll Videos – und eine nicht erreichbare Webseite – blieb nichts uebrig.

Fuenf Jahre spaeter (Anfang 2006) stiess ich zum ersten Mal auf YouTube und war sehr erstaunt. Erstaunt, dass ein derartiges Format tatsaechlich eine Nutzergemeinde zu schaffen vermag und auch darueber, dass man die damit verbundenen Datenmengen erfolgreich 'handlen' kann, angesichts der Tatsache, dass man sowohl Speicherkapazitaeten, als auch Bandbreite zur Verfuegung stellen muss. Dies alles – ohne aufdringliche Werbung zu plazieren – macht YouTube fuer mich zu einer Besonderheit, auch wenn ich den Content (also die meisten der bislang betrachteten Videos) fuer laeppisch erachte.

Mittlerweile vergeht kaum mehr ein Tag, an dem nicht nur in IT-lastigen Online-Medien sondern auch in Magazinen wie bspw. dem Spiegel ein Artikel ueber YouTube oder zumindest ueber einen (gefaelschten oder echten) YouTube-Star erscheint. Auch ich habe mich schon gefragt, wie eigentlich die rechtliche Situation rund um dieses Portal beschaffen ist, wenn Teens vor laufender Kamera zu ihrer Lieblingsmusik Luftgitarre spielen. Einerseits den Aufschrei der RIAA (Recording Industry Association of America) erwartend, andererseits das Aufheulen der Fangemeinde, wenn YouTube per Dekret dicht gemacht wird, wurden meine diesbezueglichen Befuerchtungen nicht erfuellt.

Scheinbar haben einige Leute bei Warner Music begriffen, dass die bei YouTube eingestellten Filme dem Unternehmen unter Umstaenden mehr bringen als schaden. Sprich: ein erfolgreiches YouTube-Video, das mit Musik von "Simply Red" unterlegt ist kann ja auch eine Form der Werbung fuer Warner sein und den Verkauf der entsprechenden Simply-Red-Alben ankurbeln. Noch in diesem Jahr soll eine Vereinbarung zwischen Warner Music und YouTube in Kraft treten, wonach sich die beiden Unternehmen die Werbeeinnahmen teilen sollen, die mit entprechenden Videos erzielt werden, wenn die Videos urheberrechtlich geschuetztes Material (von Warner) beinhalten. Auch mit anderen Urheberrechtsinhabern wie der Universal sei man im Gespraech, erklaerte ein Sprecher von YouTube und spielte damit auf Drohungen durch die Universal-Company an, die letzte Woche erst die Urheberrechtsverletzungen in den privaten Clips angemahnt hat.

-m*sh-

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