von Nöten oder vonnöten?

von Nöten“ ist die mittlerweile veraltete Schreibweise für „vonnöten“. Auch „von nöten“ war einmal korrekt, doch nun ist die zusammengeschriebene Variante die einzig offizielle und somit richtige. Dabei ist der Duden nicht einmal der Meinung, dass das Wort an sich sonderlich aktuell ist – er beschreibt es als „bildungssprachlich, veraltend“ und schlägt „notwendig“, „zwingend“, „unvermeidlich“ vor. Aber auch, wenn der Wortschatz nun alle Synonyme kennt, aber nicht das fragliche Adjektiv, sollte man einen groben Überblick über die aktuell richtige Rechtschreibung haben.

vonnöten ist aktuell richtig

Dabei wird es nicht einfacher dadurch, dass „von Nöten“ nicht nur alt, sondern auch in gewisser Weise logisch ist – und das sogar im Einklang mit anderen reformatorischen Regeln, die auch gerne aus ehemals klein geschriebenen Wörtern nun Substantive machen. Man könnte also fast glauben, dass es bei dem Adjektiv genau anders herum ist: früher zusammen, heute getrennt geschrieben.

Da beide Bestandteile aus „von Nöten“ für sich genommen richtig sind, ebenso wie „vonnöten“, wird es auch schwer, den Schreibfehler zu erkennen, wenn man bei aktivierter Wortprüfung am Computer schreibt und dabei über das Adjektiv stolpert. Wenn man hierbei nicht die neuen Regelungen im Kopf hat, kann man von der Rechtschreibprüfung keine Hilfe erwarten.

von Nöten ist die alte Schreibweise

Der tatsächliche Unterschied zwischen „vonnöten“ und „von Nöten“ besteht darin, dass „Nöten“ nicht mehr als Substantiv angesehen wird. Es ist ein erstarrter Dativ Plural des Wortes „Not“ und wird als Kompositum nun zusammengeschrieben. Wer sich über diese Tendenz der Rechtschreibreform, Dinge offenbar nach Gutdünken zusammen und getrennt zuzulassen, sollte auch bedenken, dass Sprache lebendig ist und es zu Zeiten von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen noch „vonnöthen“ hieß.

Weiterführende Links:

http://germazope.uni-trier.de/Projects/DWB

4 Meinungen

  1. Da ist ein Fehler, sollte nicht passieren wenn man über Rechtschreibung diskutiert.Im letzten Satz:“Wer sich über diese Tendenz der Rechtschreibreform, Dinge offenbar nach Gutdünken zusammen und getrennt zuzulassen, sollte auch bedenken […]“Es fehlt ein Verb, passiert anscheinend oft im Internet, zumindest meiner Erfahrung nach.

  2. „ehemals klein geschriebenen Wörter“

    Sie meinten wohl eher „kleingeschriebene Wörter“?!

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