Unternehmen Protest

Aufgerufen zum Protest hat das Unternehmen die Bewegung The World can´t wait. In 234 amerikanischen Städten riefen sie zum offenen Protest auf, Schüler sollten die Schule schwänzen und Arbeiter die Arbeit ruhen lassen. Nun kamen „Tausende zusammen“ in 234 Städten. Das macht es für Fotografen schwer schöne Protest-Fotos zu machen, bedeutet also mehr close-ups und weniger Totale. Die besten Ergebnisse kann man auf der Seite der o.g. Bewegung begutachten. Das dieser Protest trotzdem als Erfolg verkauft wird, liegt wohl daran, dass es die deutschen Medien nicht für nötig befanden vor Ort zu sein – alle Meldungen stützen sich auf das Material von Associated Press.

In Washington, wo sich Naturgemäß immer ein paar Protestanten vor dem Weißen Haus sammeln kamen ganze 500 Protestanten zusammen. Und das trotz solch prominenter Unterstützung wie Daniel Ellsberg, der erst vor weinigen Wochen den alternativen Friedensnobelpreis bekam, dem abgehalfterten Schauspieler Martin Sheen und seinem Kollegen, den Vorzeigelinken Amerikas, Sean Penn. Liest man die ellenlange Liste der Unterstützer könnte man meinen, dass alle Demonstranten namentlich bekannt seien.

Aber worum ging es denn? Gegen Bush – klar, aber worum konkret? Erster und größter Kritikpunkt: Bush hat sich an drei Kriegen beteiligt, gemeint sind Afghanistan, Irak und … der Libanon. Letztere Beteiligung geht auf die Unterstützung Israels zurück. Aber mit solchen Thesen kann man sich auch Antisemiten mit ins Boot holen – in dem sind ja noch einige Plätze frei. Weitere Kritikpunkte sind die Überwachung durch den Patriot Act, Misshandlungen in Abu Ghraib und Guantanamo, Behinderung der Forschung zur Aufrechterhaltung seiner theokratischen Ordnung, Diskriminierung von Homosexuellen, Besetzung des Obersten Gerichts mit Richtern des rechten Flügels und zu guter Letzt Missmanagement nach dem Wirbelsturm Katrina.

Die Liste der Vorwürfe ist also lang. Zwei Jahre auf den Abgang warten wollen die Aktivisten nicht. Bush könnte ja Krieg gegen den Iran führen. Und außerdem machen die Demokraten es auch nicht besser. Trotzdem wollen sie ihr demokratisches Recht auf Protest wahrnehmen, ohne zu wissen, was für den Fall geschieht, ihre Proteste zeigen Wirkung. Was steckt also wirklich hinter dem Projekt?

Und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Massive funds are needed to make that possible. DONATE NOW START FUNDRAISING. – Unternehmen Protest.

Eine Meinung

  1. auch in deutschland tut sich was. meine freundin hat im netz ein video gefunden, dass zum protest gegen die managmentfehler der telekom aufruft und sich auf die seite der gebeutelten arbeitnehmer stellt.http://www.youtube.com/watch?v=Thqm6fZ6l7Yeinfach ansehen, weiterschicken, der telekom mailen. zeit, dass die mal unsere meinung zu hören bekommen!grüßesanna

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