Trigeminusneuralgie: Symptome und Therapie der Gesichtsschmerzen

Es werden drei Formen der Trigeminusneuralgie unterschieden: die klassische, die idiopathische und die symptomatische Trigeminusneuralgie. Der Auslöser der idiopathischen Trigeminusneuralgie ist meistens unbekannt, wobei vermutet wird, dass die enge Verbindung zwischen dem Nervus trigeminus und einem anderen Gefäßast dafür verantwortlich sein könnte.

Bei der symptomatischen Trigeminusneuralgie hingegen kann der Verursacher der Beschwerden ausfindig gemacht werden. In den meisten Fällen sind für diese Form der Tic douloureux entzündliche Prozesse wie z.B. bei der Multiplen Sklerose oder ein Hirntumor verantwortlich. Die Unterscheidung der Formen der Gesichtsschmerzen ist wichtig, da sie bei der Therapie der Krankheit eine Rolle spielt.

Symptome der Tic douloureux

Typisch für die Erkrankung ist ein akut auftretender Schmerz im Trigeminusgeäst. Normalerweise hält der Schmerz für die Dauer von 2 Sekunden an, kann aber auch bis zu 2 Minuten andauern. Unmittelbar nach der Schmerzattacke kommt es zu vegetativen Erscheinungen wie Sekretbildung durch die Nasen-, Tränen- und Speicheldrüsen. Die Gesichtsschmerzen können mehrmals pro Tag über einige Wochen und sogar Monate hinweg auftreten. Einige Patienten haben zu Beginn der Erkrankung aber auch Intervalle, in den keine Schmerzen auftreten.

Auslöser der Gesichtsschmerzen können z.B. Berührungen im Gesicht, Zähneputzen, Kauen und ein kalter Luftzug sein. Zudem können auch Bewegungen der Muskulatur im Gesichtsbereich die Schmerzen auslösen.

Die Stärke der auftretenden Schmerzen gelten als mit die am stärksten vorstellbaren für den Menschen. Auf einer Skala von 1 bis 10 befinden sie sich definitiv immer auf der obersten Stufe.
Begleitend zu den Schmerzen treten oft depressive Verstimmungen bei den Patienten auf, und die Suizidrate unter den Erkrankten ist sehr hoch.

Therapie

Neuralgische Schmerzen werden meistens mit Psychopharmaka behandelt, da diese einen Einfluss auf die Schmerzverarbeitung im lymbischen System und im Thalamus haben.
Das am besten wirkende Medikament ist Carbamazepin, jedoch sollte es aufgrund seiner nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen sorgfältig dosiert und stetig aufgebaut werden.

Neben der medikamentösen Therapie kann auch eine Operation Linderung verschaffen.

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