Trakehner: Die edle deutsche Reitpferdrasse im Porträt

Die Entstehung der heutigen Trakehner

Ursprünglich stammt diese schon sehr alte und traditionsreiche Reitpferdrasse aus Trakehnen in Ostpreußen. Die Zucht der schönen Tiere begann im 13. Jahrhundert. Die damalige Idee war es, schnelle, wendige und doch robuste und ausdauernde Militärpferde zu züchten. So entstand die Pferderasse der Trakehner. Im Jahre 1732 wurde das erste königliche Gestüt von dem Preußener König Friedrich Wilhelm gegründet. Seit 1787 wird die siebenendige Elchschaufel als Brandzeichen verwendet. Diese ist auch heute noch das Erkennungszeichen dieser Pferderasse.

Im 19. Jahrhundert begann man die ursprünglichen Militärpferden mit edlen Pferderassen, wie Arabern und Englischen Vollblütern zu kreuzen um die Blutlinie zu veredeln. Seit 1945 wird die Zucht in allen Bundesländern Deutschlands und mittlerweile sogar weltweit durchgeführt.

Das äußerliche Erscheinungsbild

Die Pferde gehören zu einer sehr edlen Pferderasse, die dem Ideal eines deutschen Reitpferdes mehr als gerecht wird. Der Kopf ist fein und leicht, die Augen klar, der Hals lang und elegant geschwungen, die Schulter steht schräg, der Widerrist ist gut ausgeprägt, der Rücken ist mittellang und abschließend kommt eine lange und gut bemuskelte Kruppe, die schön abfällt. Die häufigsten Farben sind Braune, Füchse, Schecken und Rappen. Schimmel sind bei dieser Pferderasse eher weniger vertreten. Die Größe beträgt meistens zwischen 160 – 170 cm.

Die reiterliche Eignung

Durch die damalige Veredlung durch englische Vollblüter sind diese Pferde heute moderne und elegante Sportpferde, welche durch ihre Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Mut und Willenskraft erfolgreich im internationalen Reitsport vertreten sind. Besonders geeignet sind diese Pferde für die Disziplinen der Dressur und im Vielseitigkeitssport indem nur zähe und ausdauernde Pferde bestehen können. In kaum einer anderen Art des Reitsports sind so viele Pferde einer Rasse vertreten, wie die Trakehner in der Vielseitigkeit. In den Disziplinen Springreiten, Westernreiten und im Fahrsport ist diese Pferderasse allerdings wenig bis selten vertreten.

Der Trakehner – nicht für jedermann geeignet

Da diese Pferde sehr intelligent und aufgeweckt sind, kommt nicht jeder Reiter mit der Sensibilität dieser edlen Tiere zurecht. Der Charakter der Pferde ist oft eigenwillig und durch ihren hohen Blutanteil, sind sie mitunter nicht die nervenstärksten Pferde. Daher ist diese Pferderasse nicht geeignet für Reitanfänger und Kindern, die wenig reiterliche Erfahrung besitzen.

Fortgeschrittene und erfahrene Reiter wissen die Vorteile dieses Pferdes zu schätzen und können mit den ausgeprägten Charaktereigenschaften dieser edlen Tiere gut umgehen und wissen sie richtig und sinnvoll einzusetzen.

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