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    Start » Stutenmilch bei Schuppenflechte und Neurodermitis: kann sie die Hautkrankheiten lindern?
    Besser Leben

    Stutenmilch bei Schuppenflechte und Neurodermitis: kann sie die Hautkrankheiten lindern?

    4. Januar 20123 Minuten Lesezeit

    Um Stutenmilch ragen sich viele Sagen und Mythen. So dachte Alexander der Große sie würde unbesiegbar machen und befahl daraufhin seinen Reitern sie zu trinken. Cleopatra wusste von ihrer positiven Wirkung auf die Haut und für die Mongolen war sie das Lebenselixier Nummer eins. Noch heute gilt die Milch der Pferde als allgemeine Volksmedizin in Russland.

    Die heilende Wirkung der Stutenmilch

    Die Milch von laktierenden Stuten ist fettärmer und damit dünnflüssiger als die bekannte Kuhmilch. Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthält sie eine Vielzahl einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren, die der Körper selbst nicht produzieren kann, und spezielle Bifidus-Komponenten. Besonders die enthaltenen, entzündungshemmenden und antibakteriellen Stoffe Lysozym, Lactoferrin und Immuglobulin A wirken erfolgreich gegen entzündliche Krankheiten und optimieren körpereigene Abwehrkräfte innerhalb des Immunsystems.

    Eine Hauterkrankung ist meist auf verschlechterte Abwehrreaktionen und ein oftmals überschießendes und autoaggressives Immunsystem zurückzuführen. Das Mobilisieren der Abwehrkräfte und die Stärkung der Darmgesundheit also des Organs, das das Immunsystem beheimatet, führt daher oft auch zur Verbesserung des Hautbildes und der Milderung entzündlicher Hautkrankheiten.

    Stutenmilch: alles Wissenswerte!

    1

    Neurodermitis

    1. Bei Neurodermitis reagiert das Immunsystem auf harmlose Umweltstoffe mit einer starken Abwehrreaktion über die Haut. Diese ist daher sehr trocken und wird begleitet von einem quälenden Juckreiz.
    2. Eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität hat bereits 2005 belegt, dass Stutenmilch die Selbstheilungskräfte der Haut aktiviert und unterstützt. So nahm der Schweregrad der Neurodermitis innerhalb der ersten 16 Wochen nachweisbar ab und am Ende der viermonatigen Untersuchung fiel bei 33 Prozent der Erkrankten das Krankheitsbild um 30 Prozent milder aus.
      Wenn die Studie zwar beweist, dass Stutenmilch bei Neurodermitis hilft, so zeigt sich auch, dass nicht alle Patienten gleichermaßen von dieser Behandlung profitieren. Jedoch kann ein Versuch nicht schaden, da diese besondere Milch gut verträglich und ohne Nebenwirkungen ist.
    2

    Schuppenflechte

    1. Bei Schuppenflechte oder Psoriasis handelt es sich ebenfalls um eine Autoimmunkrankheit, die zur erhöhten Schuppenbildung führt. Das Immunsystem überreagiert gegen körpereigenes Gewebe und betrachtet dieses irrtümlich als zu bekämpfenden Fremdkörper. Daher wird neue Haut schneller gebildet und alte früher wieder abgestoßen.
    2. Wie bei Neurodermitis kann Stutenmilch auch bei Schuppenflechte gute Erfolge erzielen und wird daher schon seit über 150 Jahren von Heilpraktikern und Naturmedizinern zur Behandlung eingesetzt. Aber auch hier sei angemerkt, dass die Ergebnisse bei jedem anders und individuell ausfallen.
    3

    Die mehrwöchige Trinkkur

    Damit die besondere Milch ihre Wirkung zeigen kann, sollten über einen längeren Zeitraum (in der Studie waren es 16 Wochen) täglich 250 Milliliter getrunken werden. Eine Hälfte morgens als erste Mahlzeit nach dem Aufstehen und die zweite Hälfte abends. Nach der Trinkkur sollte nicht abrupt mit dem Verzehr aufgehört werden, sondern die Dosis Tag für Tag langsam minimiert werden. Eine Heilung der entzündlichen Hautkrankheiten ist dabei nicht realistisch, doch kann in besonders schweren Zeiten immer wieder solch eine Kur eingelegt werden.

    4

    Gewinnung der Stutenmilch

    Für die Gewinnung von Stutenmilch werden vor allem Haflinger Pferde gemolken. Dabei wird zunächst gewartet bis das eigene Fohlen satt ist und dann vom Pferdewirt der restliche Liter abgeschöpft. Stuten produzieren, anders als Kühe, nur Milch wenn sie eigene Fohlen haben und diese ständig in ihrer Nähe sind. Daher ist Stutenmilch ein sehr rares und kostspieliges Produkt.

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