StumbleUpon: Glücklichmacher und Zeitklauer

StumbleUpon ist ein auf der Basis der sozialen Netzdienste aufgebauter Recherchedienst, bei dem Teilnehmern entsprechend ihrer Interessen Webseiten vorgeschlagen werden, die sie beurteilen können.

Es sind auch Werbeseiten dabei, die ebenfalls beurteilt werden können. Weniger gut beurteilte Seiten finden weniger Verbreitung. Die Teilnahme an diesem Dienst ist einfach über eine Erweiterung des jeweiligen Browsers möglich.

Mit jeder Beurteilung wird das Profil des Nutzers spezifischer und die vorgeschlagenen Seiten zielgerichteter. Dies alles kann sinnvoll sein, aber es kostet Zeit und birgt Gefahren.

Fakten und aktuelle Situation

Bereits 2007 wurde StumbleUpon an Ebay für 75 Millionen US Dollar verkauft.
Die Anzahl der Nutzer steigt rasant. Waren im Dezember 2007 noch weltweit 4 Millionen User registriert, stieg diese Zahl im Oktober 2008 auf über 6 Millionen und im März 2011 auf mehr als 11 Millionen. Zu dieser Entwicklung hat zweifelsohne die simple Browsererweiterung bei allen gängigen Modellen beigetragen. Doch es sollte bedacht werden, dass dieser Recherchedienst ein kommerzieller Dienst ist. Neben der großen Anzahl an kostenlosen Accounts gibt es die Möglichkeit, ein Sponsorenkonto einzurichten. Nur dann können Werbeseiten abgeschaltet werden. Die Nutzung ist auch zeitintensiv, kann aber interessant sein, da Seiten Kenntnis erlangen, die man sonst wahrscheinlich nicht gefunden hätte. Die Anzahl der deutschen Seiten ist allerdings (noch) eher beschränkt.

Lob und Kritik halten sich die Waage

Eine Beurteilung von StumbleUpon kann letztlich nur im Kontext mit der Vielzahl der sozialen Netzwerke erfolgen. Sie führen zwar Menschen mit gleichen Interessen zusammen, leben aber von dem Sammeln personenbezogener Daten und Vorlieben. Damit ist der Weg zum gläsernen User geebnet. Bei StumbleUpon werden die Interessen sehr spezifisch herausgestellt, die Meinung des Mitglieds ist zumindest für die Betreiber genau feststellbar und für Werbezwecke auch einsetzbar. Eine Garantie für Datensicherheit gibt es letztlich nicht, was auch die ungewollte Durchlässigkeit der Datensicherungssysteme verschiedener sozialer Netzwerke zeigt.

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