Stopp dem Fußpilz: So wird man die lästige Infektion wieder los

Kaum einer spricht darüber, doch laut Schätzungen zieht sich bis zu einem Drittel der Bevölkerung früher oder später eine Infektion zu. Fußpilz sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Behandelt man ihn umgehend, ist er schnell wieder Geschichte. Greift er dagegen auf die Nägel über, muss man mit einer monatelangen Behandlung dagegen vorgehen.

So beugt man Fußpilz vor

Fußpilz ist eine Pilzinfektion, befallen sind zumeist die Zehenzwischenräume, aber auch die Fußsohlen und in schweren Fälle der Fußrücken. Sind auch die Nägel betroffen, spricht man von Nagelpilz. Vorbeugen kann man, in dem man seinen Füßen viel Licht und Luft gönnt und die Füße stets gut abtrocknet, insbesondere die Bereiche zwischen den Zehen. In Schwimmbädern empfiehlt es sich, Badelatschen zu tragen. Schuhe sollten täglich gewechselt werden und ihre Innensohlen trocknen können.

Fußpilz möglichst umgehend behandeln

Hat man sich einen Fußpilz zugezogen, sollte man zügig einen Hausarzt aufrufen. Im Anfangsstadium reicht es in der Regel, die betroffenen äußerlich mit einer Creme, einem Gel, Spray, einer Lösung oder Puder zu behandeln. Das mindert auch die Ansteckungsgefahr – man will ja nicht dafür verantwortlich sein, dass zum Beispiel andere Familienmitglieder auch Fußpilz bekommen. Die Mittel gegen Fußpilz nennen sich in der Fachsprache Antimykotika, sie enthalten Wirkstoffe, die das Wachstum der Pilze behindert beziehungsweise diese abtöten. Die am häufigsten zum Einsatz kommenden Wirkstoffe sind Terbinafin, Itraconazol, Miconazol, Clotrimazol und Bifonazol.

Achtung. Ansteckungsgefahr!

Wer unter Fußpilz leidet, sollte nicht barfuß herumlaufen, um nicht andere anzustecken. Der Pilz kann bereits durch winzige Hautschuppen übertragen werden. Außerdem sollte man seine Füße und die Nägel so wenig wie möglich berühren und sich nach jedem Kontakt gründlich die Hände waschen. Ansonsten kann sich der Pilz verbreiten – auch auf weitere Regionen der eigenen Haut.

Behandlung von Nagelpilz ist langwierige Angelegenheit

Bei sehr schwerem Fußpilz und wenn bei Nagelpilz die Pilzsporen bereits bis in den Nagelfalz eingedrungen sind, reicht eine äußere Behandlung nicht mehr aus. Dann muss man Tabletten oder Kapseln mit pilztötenden Wirkstoffen einnehmen, die sich über die Blutbahn im Nagelbett einlagern und die Sporen abtöten. Zudem kann es möglich sein, dass zusätzlich hochkonzentrierte Salben mit Kalium jodatum oder Harnstoff verwendet werden müssen. Sie lösen die oberen Nagelschichten auf und setzten Hohlräume zwischen den Nagelschichten frei, in denen sich Sporen befinden können und die anders vom Wirkstoff nicht erreicht werden könnten. Die Therapie von Nagelpilz ist langwierig, dauert mindestens drei und bis zu sechs Monate.


Fotoquelle: Thinkstock, 177428618, iStock, maska82

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