Splitting. Nicht nur im Steuerrecht bedenkenswert!

Schauen wir mal auf die Munozschen Kernaussagen:

  1. Sozial benachteiligte Kinder werden benachteiligt

    Nein. Wer hätte das gedacht. Was soll der Lehrer tun? Diese Kinder alle adoptieren? Die bildungsfernen Eltern unter jeweils fremdlandestypischer Gewaltandrohung zur Unterstützung des Kindes zwingen? Wobei die Frage "Wie denn ohne Arme?" dabei noch zu beantworten wäre.

    Man muss einfach einmal, meinetwegen missbilligend, aber nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass die Schule den weitaus größeren Einfluss des Elternhauses nicht und niemals wird ausgleichen können. Wenn Eltern ihre Kinder nicht in die (Schul-)Pflicht nehmen, kann der Lehrer machen, was er will. Er wird nicht zum Kind vorstoßen.

  2. Migrantenkinder werden benachteiligt

    Trick. Nicht schlecht. Hat man mehr zu kritisieren, wenn man so tut, als würde 1. nicht zu 2. gehören. Aber spielen wir das Spiel gern mal mit. Stellen wir uns vor, dass benachteiligte Migrantenkinder auch schon mal zu sozial privilegierteren Familien gehören, aber dennoch im Bildungshintertreffen sind.

    Anlässlich des hiesigen Tages der offenen Tür in einem Gymnasium sprach mich ein Migrantenpapa an, der auf seine Tochter wartete: "Ey, iss doch kain Wunda, dass dem Kinda Angst kring, wenn dem Lehra imma wie schwea dä Gümnasi iss sang. So schwea kann dem nisch sein. Muss die schaffen." "Was haben Sie denn für einen Abschluss?" frage ich rein interessehalber. "Isch bin Ahbeita. Mein Kind soll ma bessa gehn." Rechtschaffene Einstellung, allerdings bei Anhängern des Anlage-Modells nicht unumstritten.

  3. Der Knüller: Illegal in Deutschland befindliche Kinder sind benachteiligt!

    Ja, ist es denn wahr. Jetzt schämen wir uns aber alle mindestens drei Minuten lang. Wir benachteiligen illegale Einwanderer, illegal aliens, wie der Amerikaner sagen würde. Die gehören natürlich schon gar nicht zu 1. oder 2. Nee. Meint jedenfalls Herr Munoz. Offenbar.

    Herr Munoz, Sie haben natürlich Recht. Illegale werden in Deutschland überall benachteiligt. Ladendiebe dürfen nicht mehr in den Laden zurück, in dem sie erwischt wurden. Fahrer ohne Führerschein dürfen diesen für eine gewisse Zeit dann auch nicht machen. Betrunkene Fahrer werden zu solchen ohne Führerschein. Manch Illegaler muss gar ins Gefängnis und wird dort sämtlicher seiner Chancen beraubt. Es ist eine Schande…

  4. Behinderte Kinder werden benachteiligt

    Spätestens dieser wird der Punkt gewesen sein, an dem die Kultusministerkonferenz den kruden Bericht zurückgewiesen hat. Mit Recht, möchte ich hinzufügen. Vielleicht sollte Herr Munoz demnächst mehr als eine Woche für seine aufwändigen Recherchen einplanen. Vielleicht würde dies der Qualität seiner Aussagen gut tun. Vielleicht legt er es aber auch gar nicht darauf an. So´n UN-Job ist schon was feines…

(Foto: www.pixelquelle.de / Fotograf: Franz Ganser)

6 Meinungen

  1. Niklas Hildebrandt

    Mal wieder typisch Börukraten. Abgesehen von dem, wie schon erwähntem, viel zu kurzem Aufenthalt des Mr. UN, kann ich nur sagen: Wo ist das neue, dass er herausfinden sollte? Den Menschen, entschuldigung, den normalen Menschen, die noch frei von jeglicher Politischer Position sind, wussten es auch schon vorher. Dieser Herr, hätte lieber eine Woche oder auch einen Monat in Deutschland bleiben sollen und dann Konzepte und Modelle zu Lösungen dieser Probleme vorlegen sollen. Schön, zu sehen wozu UNO, NATO, EU und co nützlich sind und wo das ganze Geld eigentlich hinfließt…..jeder Bürger bzw. jeder LehrerInnen, jede Mutter, jeder Vater, hätte dies innerhalb von 10 Minuten vorgelegt.Ansonsten kann ich leider nur zustimmen, was zum Punkt Migrantenkinder gesagt wurde. Auch das, dass Elternhaus eine sehr sehr hohe Rolle spielt, kann ich als Schüler nur bestätigen und kann sagen, dass es oft ausschlaggebend auf die Schulischen Leistungen sind.Bildung fängt zu Hause an und muss da stärker geförtdert werden, die Eltern sollten mehr in die Schule intigriert werden, zumindest bei „härte Fällen“.Mit freundlichen Grüßen.

  2. Zu Punkt 1 schreibst du „Die bildungsfernen Eltern unter jeweils fremdlandestypischer Gewaltandrohung zur Unterstützung des Kindes zwingen“ Heisst das, es gibt nur „fremdländische“ sozial benachteiligte Kinder?? Deutsche Kinder sind also nie sozial benachteiligt??Zu punkt2: müssen Kinder von „Ahbeita“ perse auch dumm sein???Und Kinder von ausländischen „Ahbeita“ wohl sowieso???

  3. Dieter Petereit

    .Ich schrieb auch: Stellen wir uns vor, dass benachteiligte Migrantenkinder auch schon mal zu sozial privilegierteren Familien gehören, aber dennoch im Bildungshintertreffen sind..Munoz macht hier drei Punkte auf. Dabei ist es im Wesentlichen ein einziger mit kleineren Nuancen..Außerdem gibt es auch eine Betrachtungsweise zu PISA, die die Migrantenkinder rausnimmt. Da steht Deutschland im internationalen Vergleich plötzlich auf den vorderen Plätzen. .Ihre polemischen Fragen erübrigen sich von daher..

  4. Ich denke, das Thema ist zu komplex, um es hier in einer derart verkürzten Form zu bearbeiten. Ich denke auch – und da gebe ich ihnen Recht – dass Herr Munoz in den 10 Tagen seines Deutschlandbesuchs wohl eher keinen tiefen Einblick in diese – komplexe – Materie gehabt haben kann. Das unser Bildungssystem kränkelt, dürfte nicht bestritten sein.PS: Polemisch in diesem Sinne – ja.http://de.wikipedia.org/wiki/Polemiklg brezelbuh

  5. Da ham wir aber wieder gelacht. Der Autor glaubt also der Un – Sonderberichterstatter war 10 Tage hier, hat mal ein paar Schulleiterinnen geherzt sich mal die Noten zeigen lassen dann in seinem Hotel gesessen und einen unfairen Bericht über eine so prächtige Bildungsnation in seinen Laptop getippt und ist dann wieder abgehauen. Sorry aber so funktioniert weder Politik noch die „Bildungsabteilung“ der Uno. Dr. Munoz steht einem Apparat vor der vielhundertköpfig die Bildungsdaten ALLER Nationen unseres Heimatplaneten sammelt auswertet und in verschiedenen Studien auswertet um so zu Empfehlungen zu kommen. Nein – die Pisa Studie haben andere böse Männer gemacht – es scheint noch mehr Ausländer zu geben die unser Bildungssystem nicht zu den besten zählen. Übrigens die nationalen Bildungsbehörden arbeiten recht gerne mit den internationalen Bad-guys zusammen denn der Vergleich mit anderen schafft meistens erst das Problembewusstsein als ersten Schritt zur Veränderung.Tipp: http://www.dipf.de von hier kommt man in super Datenbänke mit den echten Ergebnissen von UNESCO OECD etc.

  6. Dieter Petereit

    .@siefert: Falsch! Ich habe nie behauptet, Munoz hätte in seinen Laptop getippt. Ich würde mir nie anmaßen, zu behaupten, wichtige UNOxe tippten noch selber. Das wäre ja eine Missachtung des hohen Amtes. Geradezu..

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