Smart fortwo Electric drive: Das Elektroauto im Test

Der Smart fortwo Electric drive ist ein echter Leisetreter – auf dem kurzen Testkurs im Stadtbereich musste mehr als nur einmal die Hupe betätigt werden. Das ist die Krux mit jedem Elektroauto; Tuning-Fans mit Sportauspuff wissen, was sie an ihren lauten Endrohren haben.

Die oftmals geforderten Soundgeneratoren sind diesbezüglich kritisch zu betrachten – wer will schon wieder vermeintlich total individuelle Sounds hören, die sich wie beim Handy im Monatsabo runterladen lassen? Da nutzen wir das akustische Warnsignal dann doch lieber. Äußerlich sind die Testfahrzeuge übrigens an ihrer Aufschrift und der grün-weißen Lackierung zu erkennen. Zu hören sind die Stromflitzer – nun ja – doch eher schlecht.

Smart fortwo Electric drive fährt und federt sehr komfortabel

Kein sparsamer Smart CDI und auch kein spritziger Smart Brabus – der Smart fortwo Electric drive liegt irgendwo in der Mitte der beiden und fährt sich mit seiner Automatik sehr angenehm. Subjektiv ist die Pedalerie von Mercedes‘ Kleinstem etwas schwergängig, doch das ließ sich für die Serie problemlos ändern. Fahrdynamisch ist der Cityflitzer keinesfalls zu verachten, der Lithium-Ionen Akku mit einer Kapazität von 16,5KWh sorgt durch den Gewichtszuwachs auf rund eine Tonne für spürbar bessere Federung. Des Weiteren wirkt sich die tief unten gelagerte Batterie positiv auf den Fahrzeugschwerpunkt und damit die Kurvenlage aus.

Elektroauto glänzt mit sattem Schub

Die Reichweite vom Smart fortwo Electric drive liegt bei etwa 115 km, die Spitzengeschwindigkeit bei 112 km/h. Das Elektroauto wird von einem 30 kW starken Motor angetrieben, der wie seither die Hinterräder antreibt. Der Vortrieb fühlt sich wie vom Gummiband gezogen an und ist durchaus als angenehm zu bezeichnen: Weder Turboloch noch Turboboost stören die lineare Beschleunigung, die Bremsen packen standfest zu und rekuperieren dabei.

Die Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett informieren über den Energiezustand, der über den Anschluss hinter dem noch unlackierten Tankdeckel regeneriert werden kann. Wir sind auf die Serienversion vom grünen Coupe gespannt!

4 Meinungen

  1. Elektroautos in Deutschland

    Ich wäre der erste, der sich den smart electric drive kaufen würde. Voraussetzung ist allerdings, dass die Infrastruktur dafür vorhanden ist. Der Smart wird wohl zunächst nur in Ballungsräumen und Großstädten sinnvoll einsetzbar sein.

  2. ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis des Berliner Tests. Hoffentlich wird es hier ausführlich besprochen und gewertet

  3. Ich habe vor einiger Zeit ein Elektro-Cabriolet bestellt, dass sicherlich nur 1/3 des Smart kostet, 120 km/h schnell und 150 km weit fährt. Würde hier gern meine Erfahrungen einstellen, sobald der Wagen bei mir ist.
    Mercedes versucht, jetzt aufzuholen – immerhin mit dem korrekten Gefährt für das Anwendungsgebiet von Elektroautos (als Stadtauto). Den Motor haben sie zum Glück auch nicht sooo riesig ausgelegt …. Insofern sind sie mir sympathischer als Opel, Audi und BMW.

  4. Also ein Auto mit einer Reichweite von 115km auf den Markt zu bringen ist schon mutig, schließlich kann man solch ein gefährt nur für die Stadt und kurze Überlandstrecken nutzen. Wer mehr fahren will hat richtig Probleme. Dabei rede ich schon gar nicht von der niedrigen Vmax und den Paltzeinbußen durch die Batterien. Bevor die Engeriespeicher nicht ein höheren Entwicklungsniveau erreicht haben, wird das nix mit der E-Mobility. Das sollte bzw. wird leider noch bis voraussichtlich 2020 dauern, wie einige Mitarbeiter von renommierten Hochschulen und Forscher der Entwicklungsabteilung von diversen Autoherstellern bekannt gegeben haben.

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