Seine eigene Schriftart erstellen: Worauf muss man achten und welche Programme gibt es?

Es gibt verschiedene Gründe, warum man seine eigene Schriftart erstellen möchte. Sei es, weil ein Unternehmen eine neue und einzigartig Corporate Identity möchte oder auch, weil man eine Schriftart möchte, die zu der eigenen Persönlichkeit passt. Dabei gibt es verschiedene Wege, wie man zur eigenen Schriftart gelangen kann. Zum Einen ist es natürlich möglich, ein entsprechendes Grafikbüro bzw. eine spezielle Font-Schmiede zu beauftragen. Allerdings ist dies mit relativ hohen Kosten verbunden. Wer selbst eine eigene Schriftart erstellen möchte, dem stehen hierzu verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben professionellen Programmen wie beispielsweise Corel Draw gibt es auch verschiedene Freeware oder Webdienste, mit denen sich relativ einfach und schnell der eigene Font erstellen lässt.

eigene Schriftart erstellen: So wirds gemacht!

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Bevor man sich daran macht eine eigene Schriftart zu entwerfen sollte man sich kurz darüber Gedanken machen, wofür diese verwendet werden soll. Wird diese ausschließlich für ein eigenes Logo verwendet, um anschließend auf Werbematerialien gedruckt zu werden, dann ist dies problemlos möglich. Etwas anders sieht es aus, wenn die Schriftart in Word verwendet wird und die Datei an andere weitergegeben werden soll. Da der Empfänger der Datei die Schriftart natürlich nicht auf seinem PC gespeichert hat, wird ihm der Text eventuell nicht korrekt angezeigt. Hier kann es Abhilfe schaffen, zunächst von der Word Datei ein PDF zu erstellen und dieses dann weiterzugeben.

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Wer aus seiner Handschrift einen eigenen Font erstellen möchte, der kann hierfür den Webdienst fontcapture.com nutzen. Hierzu lässt sich auf der Webseite eine Vorlage ausdrucken, die einfach mit den einzelnen Buchstaben ausgefüllt wird. Danach wird die ausgefüllte Vorlage einfach eingescannt und als JPG oder PNG gespeichert. Diese wird dann einfach hochgeladen mit einem Namen versehen und kann anschließend als Schriftart wieder heruntergeladen werden.

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Für die professionelle Erstellung von eigenen Schriftarten gibt es verschiedene Programme. Ein besonders hochwertiges ist FontLab Studio. Allerdings ist dies mit ca. 430 Euro auch recht teuer. Wesentlich günstiger ist der Editor TypeTool. Mit diesem lässt sich auch ohne besondere Kenntnisse der Typografie-Regeln eine eigene Schriftart erstellen.

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Mit TypeTool können TrueType, PostScript und Adobe Type1-2 bearbeitet und verändert oder auch komplett neue Schriften erstellt werden. Dabei stehen zum Gestalten zehn verschiedene Werkzeuge zur Verfügung.

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Grundsätzlich lassen sich mit allen vectororientierten Programmen wie Adobe Illustrator, Freehand, Corel ect. eigene Fonts zeichnen und als Schriftart erstellen. Dagegen eignen sich pixelorientierte Programme wie Photoshop nur für Fonts, die auch wirklich pixelig dargestellt werden sollen.

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Um eine eigene Schriftart zu erstellen, sollte man sich vorab etwas mit dem Thema Typografie befassen, um zu lernen, worauf es dabei genau ankommt. Das Wichtigste ist immer, dass die neue Schriftart für den Betrachter auch angenehm zu lesen ist.

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