Schwangerschaft: Wenn die Wege zum Wunschkind steinig sind

Ständige Nachfragen nach einer eventuell geplanten Schwangerschaft verursachte bei vielen Paaren Stress und Unmut. Denn: Etwa 4,5 Millionen Frauen und Männer sind ungewollt kinderlos. Die immer später werdende Familienplanung ist nur ein Grund für den unerfüllten Kinderwunsch.


Bei jedem sechsten Paar muss die Medizin bei einem Babywunsch nachhelfen. Bei rund 80 Prozent dieser Paare liegt es entweder an einem der Partner, bei den restlichen 20 Prozent an beiden Partnern oder an unklaren Ursachen. Dabei können die Gründe vielfältig sein. Bei den Männern ist zu beobachten, dass die Spermienqualität zunehmend schlechter wird. Das liegt laut Experten an der zunehmenden Umweltbelastung durch Schwermetalle und östrogenwirksame Substanzen wie Kunststoffe, Chemikalien und Pestizide. Bei Frauen sind häufig organische Ursachen wie Eileiterverschlüsse verantwortlich oder das fortgeschrittene biologische Alter.

Immer mehr Frauen schieben die Familienplanung nach hinten, wollen erst das Studium oder die Berufsausbildung abschließen, eine Zeit lang arbeiten und höhere Positionen erreichen, bevor sie dann mit Mitte 30 das erste Kind planen. Besonders Ärzte kennen dieses Problem aus eigener Erfahrung. So ist eine Ärztin im Durchschnitt beim Abschluss ihrer Facharztprüfung über 30 Jahre alt. Doch mit etwa 38 Jahren fällt die weibliche Fruchtbarkeit rapide ab. Gleichzeitig steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Das gilt für Männer eher weniger, wobei auch ihre Fruchtbarkeit sinkt – jedoch langsamer.

Wenn es nicht gelingen will

Wenn Paare jedoch eine Schwangerschaft planen, die jedoch nicht richtig gelingen will, warnen Ärzte vor zu viel Stress. Denn der ist eine natürliche Empfängnisverhütung. Das ist auch evolutionär beobachtbar: Bei Flucht oder Hungersnöten wurden Frauen nicht schwanger, da eine Geburt hier gefährlich gewesen wäre. Daher raten Ärzte zu einem stressfreien, gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßigem Sport und geringem Alkoholkonsum. Außerdem kann Nikotin die Spermienqualität senken!

Sollte es dennoch nicht klappen, können Experten aufgesucht werden, die Sie in Ihrem Babywunsch unterstützen!

Foto: Fotolia, 12544959, epics

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