Schütting – prächtiges Bauwerk der Bremer Kaufmannschaft

Schütting wurde in den Jahren 1537 bis 1538 im flandrischen Renaissance-Stil erbaut. Einer Theorie nach wird das Haus, aufgrund der Aufschüttung des abschüssigen Bodens des Marktplatzes Schütting genannt.

Schütting in Bremen – historisches Gildehaus der Kaufmannschaft

Schütting war das Gebäude der Bremer Kaufmannschaft und ehemals Gilde- und Kosthaus der Leute. Es liegt an der Südseite des Marktplatzes gegenüber vom Rathaus und dem Roland. Bis zum 19. Jahrhundert wurde der Bau mehrfach verändert. Die prächtigen Innenräume und Ausstattungen wurden nach einem Brand im Jahr 1944 neu gestaltet.

Von der Original-Fassade sind der Treppengiebel an der Westseite und der Giebel an der Ostseite erhalten. Der Frontgiebel zeigt Statuen der römischen Götter Neptun, Merkur und Diana.  Am Ostgiebel mit seinen flach aus der Wand hinaustretenden Pfeilern (Pilaster) sind pompöse Löwenskulpturen und Rundmedaillons angebracht.

Prachtvolles Renaissance-Bauwerk des Bremer Marktplatzes

Das heutige Wappen Bremens, der Bremer Schlüssel, ist ein Attribut des Schutzpatron Petrus und wird auch als Himmelsschlüssel verstanden. Auf der Fassade von Schütting ist der Bremer Schlüssel einmal unterhalb des Dachgiebels und über dem Hauptportal von Schütting zusehen. Weitere Wappen von Hamburg, Bergen, Brügge, London, Nowgorod und Lübeck sind über der unteren Fensterreihe angebracht.

Die Fassade des Portals trägt noch immer den plattdeutschen Wahlspruch der Kaufleute: „Buten un binnen / wagen un winnen“ (übersetzt: .draußen und drinnen/wagen und gewinnen), der zwischen 1895 und 1899 an der Vorderfront angefertigt worden ist. In den gleichen Jahren erhielt das Haus ein neubarockes, prunkvolles Portal mit einer Freitreppe. Seit 1849 ist Schütting Sitz der Handelskammer Bremen.

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