Rente mit 60 – Keine Chance für FDP Vorschlag

Die Rente ab 60 wird es nicht geben! Die Forderung der FDP wurde von der Union nun entschieden zurück gewiesen und als untragbar beurteilt. Die FDP hatte vom Koalitionspartner CDU gefordert, das zum Ende des Jahres auslaufende Teilzeitmodell gegen einen früheren Ruhestand zu ersetzen. Das würde laut CDU aber Finanzierungen erfordern, die Deutschland nicht tragen kann.

Rente ab 60 und Altersteilzeit

Bisher wurde der schrittweise Übergang in den Ruhestand vor allem durch die Altersteilzeit geregelt. Die FDP forderte nun die Abschaffung dieser Teilzeit zugunsten einer früheren Rente. Das würde aber bedeuten, dass sich im nächsten Jahr die Renteneintritte um ein Vielfaches multiplizieren würden. Es sind Zahlen in Millionenhöhe im Gespräch. Diese wiederum würden sich noch einmal summieren und Deutschland eine Vorauskasse aufbürden, die es derzeit nicht bewältigen kann.

Abgesehen davon würde das natürlich auch eine direkte finanzielle Last für jeden einzelnen Bürger bedeuten, denn schließlich sind wir es, die die Renten finanzieren, von denen schon jetzt kaum noch etwas übrig ist. Für angehende Rentner heißt das außerdem, dass diese, so sie nicht über ein dickes Konto verfügen, sich noch länger mit Minijobs und viel zu kleiner Rente herumschlagen müssten. Die Altersarmut lässt grüßen und ist ja mittlerweile, zusammen mit der Kinderarmut in Deutschland zu einer der zentralen Problematiken geworden.

Zwangsrente vs. Freiwilliger Renteneintritt

Das Problem würde sich also durch die Rente ab 60 nur noch weiter summieren, aber so wie die jetzige Rentenregelung aussieht, kann es wohl auch nicht weiter gehen. Immer mehr Menschen, die Rente bekommen, stehen immer mehr Menschen gegenüber, die diese Rente mit ihren Steuern bezahlen. Dass dieses System schon seit Jahren nicht mehr gesund ist, darüber muss wohl nicht diskutiert werden. Lösen kann man das durch eine Abschaffung der Rentenregelung in Arbeitsverträgen, denn der demografische Wandel bewirkt nicht nur, dass wir immer älter werden, sondern auch, dass wir immer länger leistungsfähig bleiben.

Warum sollte also jemand, der noch weiter arbeiten möchte das nicht dürfen, um somit länger in die Rentenkasse einzuzahlen und seiner Firma sein Wissen und die Erfahrung zur Verfügung stellen? Die Zwangsrente ist ein Relikt aus Zeiten, in denen Wirtschaftswunder den Alltag bestimmten und der Ausdruck „Made in Germany“ nicht an Pleiten, Pech und Managerpannen erinnerte.

5 Meinungen

  1. Der Autor hat den Nagel auf den Kopf getroffen!

  2. Interessant wäre vielleicht das Renteneintrittsalter von der Berufsgruppe abhängig zu machen. Arbeitnehmer die im Büro arbeiten müssten dann zum Beispiel länger arbeiten als Arbeitnehmer mit schwerer körperlicher Tätigkeit. Okay, das kann man nicht so einfach gliedern. Das Beispiel dient nur zur Veranschaulichung. 😉

  3. Egal wie immer man es dreht, das Problem Rente wird uns in den nächsten Jahren immer mehr beschäftigen und eine Lösung ist noch in weiter Ferne. Die derzeiige Regelung ist von wachsender Bavölkerung und auch stetigem Wirtschaftswachstum ausgegangen. Noch dazu ist die Verlängerung des Lebensalters auch nicht so erkannt worden.
    Immer mehr Leute arbeiten eben 40 Jahr und haben dann aber noch eine Rentenzeit von auch noch 20 Jahren – kann man den Menschen nur gönnen – aber es ist klar dass das mit den derzeitigen Rentenbeitragszahlungen nicht mehr finanzierbar ist.
    Da noch ein früheres Renteneintrittsalter zu ermöglichen ist ja wohl genau das falsche. Der Vorstoß der SPD auf 67 war zwar „vernünftig“ – man sieht aber was es gebracht hat. Da wurde auch nicht berücksichtigt, dass erstens viele Arbeitnehmer nicht mehr ab 65 arbeiten können – und noch dazu wollen viele Betriebe schon jetzt nur mehr jüngere Arbeitnehmer. Ich fürchte, dass die einzige Lösung irgendwann in doch deutlich verringerten Renten bestehen wird – das allerdings sozial gerecht hinzukriegen wird eine Mammutaufgabe – aber es sollte doch irgendwann daran gedacht werden dass Renten eben in einem „vernünftigen“ Bereich zu liegen haben mit klar definierten Unter- UND Obergrenzen.

  4. hallo zusammen,

    meine idee ist, im alter von 55 bis 65 jahren, es so ähnlich zu handhaben wie bei der kurzarbeit. Der staat zahlt die hälfte und der unternehmer auch. So entsteht ein vollwärtiges Gehalt. Ältere Arbeitnehmer erhalten so chancen auf arbeit im alter. Der Staat zahlt so doch schon viel mehr für die Arbeitslosen ab 50. Arbeit im höheren Alter muss in Gang gebracht werden. So kann man Arbeitsplätze schaffen für Jung und Alt. Zudem kann die Ausbildung der jüngeren besser gestaltet werden. Es können Kosten gespart werden und das in jeder Hinsicht. Wenn ein Euro jobs machbar sind geht das noch viel besser.

  5. Mittlerweile sind die Rentner schon recht flott am PC. Warum werden sie nicht dort einsetzt als Jugendbeauftragter, für die Seiten, die nicht für Kinder bestimmt sind?

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