Ravel, Beethoven und andere – Überraschung am Sonntag

Sonntags-Nachmittags ein Benefizkonzert in Klarenthal! Und dann noch ein Potpourri (also Sammelsurium) – nein, das lockt mich nicht per se aus der Taunusstrasse, zumal nicht fußläufig erreichbar. Es bedarf also einiger auch nonverbaler Überredungskünste: Einladung zum Sonntagsbrunch ins James Joyce in der Sonnenbergerstrasse 14  http://www.irishpub-wiesbaden.de/, was sich als superlecker und abwechslungsreich entpuppt. Tony ist ein charmanter Gastgeber, (nicht nur) die Blaubeerpfannkuchen sind köstlich und die Gäste witzig. Klasse Atmosphäre! Nach einem Ausflug in den Taunus (mit Vernissage und anschließendem Eisessen im Sonnenschein) fahren wir dann nach Klarenthal, da ‚wir eh schon unterwegs‘ sind.

Die große Überraschung: In der Paul-Gerhardt-Kirche spielt die preisgekrönte junge Caroline Adomeit und beginnt mit der ‚Frühlingssonate‘ von Beethoven. Nicht süßlich sondern zart, nicht wuchtig sondern kraftvoll – toller Auftakt. Es folgen Stücke von Kreisler, Sarasate und Gershwin und der Rosenkavalier-Walzer von R. Strauss, auf den ich gerne verzichtet hätte. Da schimmert zu sehr die Kurmuschel-Herrlichkeit durch  …

Doch dann die Sonate für Violine und Klavier von Ravel – fesselnd, atemberaubend, einfach sensationell gut gespielt. Gewiß ein sperriges Stück, vor dem Moderator Volker Beling ‚gewarnt‘ hatte und das auch nur von Könnern gespielt werden sollte. Wir erleben es auf ganz hohem Niveau. Danke den beiden Damen, die dieses Benefizkonzert zur finanziellen Unterstützung der Jugendpastorin der Kirche bestritten und uns mit wunderschönen Zugaben verwöhnten. So facettenreich können Frühlingsgefühle sein.

Tipp: Auf die Konzerte mit Caroline Adomeit achten.

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