Prüfungsangst: Was kann man dagegen tun?

In der Schule, in der Ausbildung und im Studium müssen viele Prüfungen absolviert werden. Diese sind mitunter sehr anspruchsvoll. Nahezu jeder Mensch ist vor einer Prüfung nervös, aufgeregt oder hat feuchte Hände. In extremen Fällen kann es zu ernsthaften Problemen kommen: Schlaflosigkeit viele Tage im Voraus, Panikattacken oder komplette Blackouts in der Prüfungssituation sind Anzeichen für Prüfungsangst. Es sind aber auch andere Symptome möglich, denn die Angst kann viele Gesichter haben.

Gründe für die Prüfungsangst

Auch wenn nahezu jeder Mensch in Prüfungen nervös und aufgeregt ist, kann die Angst unterschiedliche Formen annehmen. Genauso gibt es auch verschiedene Ursachen und Gründe. Die Erziehung in der Kindheit spielt dabei z. B. eine wichtige Rolle: Menschen, die als Kind für jeden Misserfolg bestraft wurden oder sich mit ihren Ängsten regelmäßig allein gelassen fühlten, leiden eher unter Ängsten in Prüfungssituationen als andere. Hinzu kommt, dass schlechte Erfahrungen mit früheren Prüfern oder Klausursituationen zu einem Trauma werden können. Hier kann es passieren, dass sich leichte Prüfungsängste massiv verschlimmern: Dieser in früheren Jahren erlebte Schock wird immer wieder in neuen Prüfungssituationen erinnert und löst die gleichen negativen Empfindungen aus. Auch gesellschaftliche Normen und eigens auferlegter Noten- und Leistungsdruck kann bestehende Ängste verschlimmern. Anerkennung und Erfolg sind in unserer Gesellschaft stark miteinander verknüpft. Schon im Kindesalter wird einem durch viele kleine Aspekte vermittelt, dass eigene Selbstwertgefühl in Abhängigkeit der eigenen Leistung zu definieren.

Den Teufelskreis durchbrechen

Um sich gegen die sich immer wiederholende Angstsituation erfolgreich zu wehren, ist es erforderlich, sich von den alten Gewohnheitsmustern und -empfindungen zu lösen. In diesem Fall sind eine mentale Veränderung und eine Veränderung der persönlichen Haltung in Bezug auf die Prüfungssituation erforderlich. Bei schwerer Angst wird dies mitunter nicht von heute auf morgen möglich sein, sondern erfordert ein regelmäßiges Training, um eine neue Haltung gegenüber der alten Situation anzunehmen. Helfen können dabei Entspannungsmethoden wie

  • verschiedene Atemtechniken
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung

Auch professionelle Unterstützung kann helfen, wenn man selbst die Angst nicht in den Griff bekommt oder diese zu sehr in das eigene Leben eingreift. In so einem Fall begleitet ein Therapeut einzelne Sitzungen in denen

  • Verhaltenstherapie
  • Hypnose oder
  • Entspannungsverfahren

gelehrt werden.

Tipps auf die Schnelle

Eine gute Vorbereitung schützt vor Unsicherheit: Wer vorab gut lernt und sich dies bewusst macht, kann selbstsicher und selbstbewusst in eine Prüfung starten. Auch den Rahmen des relevanten Stoffs zu kennen, erleichtert die Vorbereitung und motiviert. In Situationen, in denen ein Blackout auftaucht, hilft oft ruhiges Durchatmen. Auch kurz aus dem Raum zu gehen und an etwas anderes zu denken, kann die gedankliche Blockade auflösen. Bewegung und frische Luft unterstützen dies. Manchmal reicht es auch schon, etwas zu trinken.

Quelle des Artikelfotos: Thinkstockphotos, iStock, badmanproduction

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