Partikel in der Grammatik: Welche Wörter gehören dazu?

Partikel sind neben Verben, Substantiven, Pronomen und Adjektiven eine der fünf Wortarten. Sie lassen sich immer gut herausfiltern, wenn man sich merkt, dass weder Deklinationen noch Konjunktionen bei ihnen möglich sind. Dekliniert werden Nomen, Pronomen und Adjektive; konjugiert werden Verben. Zu der Gruppe der Partikel gehören also alle Worte, die nicht flektierbar sind, das heißt, die man nicht beugen kann, die also nicht veränderbar sind.

Grammatik Partikel: Überbegriff für fünf weitere Unterarten

Partikel unterscheidet man nach ihrer Aufgabe in einem Satz, so dass man sie ihn fünf Unterarten klassifizieren kann.

  • Als erstes wären da die Präpositionen, die den Kasus, den Fall der Wörter bzw. des Satzes, bestimmen. Eine Präposition mit Akkusativ ist bspw.: „Ich schreibe einen Artikel für ein Blognetzwerk.“ Hier bestimmt also die Präposition für die Wortgruppe ein Blognetzwerk (Akkusativ). Weiter Präpositionen, die den Akkusativ-Fall nach sich ziehen, sind unter anderem „gegen“, „ohne“ und „um“. Natürlich gibt es auch Präpositionen, die im Genitiv (seitens, wegen, während, abzüglich u. a.), im Dativ (bei, nach, von, zu u. a.) oder im Akkusativ und Dativ (an, auf, unter, vor u. a.) stehen können.
  • Als zweites gibt es die Gruppe der beigeordenten Konjunktionen, die gleichrangiges verbinden. Das sind die anreihenden und ausschließenden Konjunktionen wie „und“ und „weder…noch“, die entgegenstellenden wie „sondern“ und „ausser“, die begründenden wie „denn“ und „nämlich“ und die vergleichenden wie „als“ und „wie“.
  • Die dritte Unterart der Grammatik Partikel sind die unterordnenden Konjunktionen. Diese leiten Nebensätze, die Konjunktionalsätze, ein. Dazu gehören u. a. die Worte „dass“, „damit“, „ob“ und „weil“. Ein Beispiel ist der Satz: „Ich hoffe, dass meine Erklärungen verstanden werden.“
  • Interjektionen sind als vierte Unterart zu verstehen. Das sind satzwertige Äußerungen wie „Ja!“, „Nein!“, „Hallo!“, „Pfui!“ oder „Miau!“.
  • Als fünfte Gruppe der Grammatik Partikel ist die so genannte Restgruppe die Adverbien zu nennen, zu denen alle anderen Partikel gehören.

So weit die „Deutsche Grammatik der Interkantonalen Lehrmittelzentrale von 2004“, die wir im Linguistik Studium nutzen.

Die Grammatik Partikel im Duden

Ganz anders sieht das die Duden Grammatik seit 1995, in der es andere Worteinteilungen gibt. Hier werden unflektierbare Worte in folgende vier Untergruppen unterteilt: Präpositionen, Konjunktionen, Adverbien und Partikel. Die Gruppe der Partikel lässt sich dann nochmals auf Gradpartikel (sehr, wenig, überaus u. a.), Fokuspartikel (heben die Wortgruppe eines Satzes hervor, der sie zugeordent sind: z. B. nur), Modalpartikel (denn, doch, ja, halt u. a.), Gesprächspartikel (dienen der Steuerung eines Gespräches, z. B. also) und Negationspartikel (nicht) aufsplitten. Hier sind die Partikel also klar von den Adverbien getrennt. 

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