Paderborn und Freiburg runter, HSV muss wieder zittern

War es am Ende doch eine Frage des Geldes? Mit Paderborn und Freiburg steigen die beiden finanziell am schwächsten ausgestatteten Vereine aus der Bundesliga ab. Dabei haben sie sonst eigentlich vieles richtig gemacht: Als einzige der abstiegsbedrohten Clubs blieben sie ruhig und feuerten nicht links und rechts ihre Trainer. Wie der HSV etwa, der in dieser Saison auf stolze vier Übungsleiter kam und sich erst am letzten Spieltag gegen desolate Schalker noch in die Relegation rettete.

Breitenreiter: „Geld schießt Tore!“

„Geld schießt Tore“, konstatierte Paderborns Trainer Andre Breitenreiter nach der Niederlage gegen Stuttgart und dem feststehenden Abstieg. Von allen Experten vor der Saison als Absteiger Nummer Eins gehandelt, wehrten sich die Paderborner lange gegen ihr Schicksal – erst am letzten Spieltag ging ihnen endgültig die Luft aus. Ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart, ein direkter Konkurrent im Kampf um die erste Liga. Dabei verspielten die Ostwestfalen sogar eine frühe Führung, aber der anschließende Stuttgarter Dauerdruck erwies sich als zu stark.

Freiburg derweil trauert den vielen vergebenen Möglichkeiten hinterher: Sechsmal verspielte die Mannschaft in den letzten Spielminuten einen Sieg, drei Elfmeter wurden in Spielen verschossen, die 0:0 endeten. Am Samstag steckten die Breisgauer früh in der Bredouille, schon in der 3. Minute ging Hannover 96, ihrerseits auch dick im Abstiegsschlamassel, in Führung. Letztlich war der Rückstand zu viel für Freiburg, und als Krmas fünf Minuten vor Schluss mit einem höchst kuriosen Eigentor das Hannoveraner 2:0 markierte, war die Messe gelesen. Das Freiburger Anschlusstor in der Nachspielzeit kam zu spät.

Kauczinski: „Urlaub wird überschätzt!“

Während Stuttgart und Hannover also ihre Rettung feierten, muss der HSV nachsitzen. Das 2:0 gegen Schalke 04 reichte immerhin, um sich einen Platz in der Tabelle auf Rang 16 zu verbessern – Relegation. Zwei Spiele gegen den Karlsruher SC stehen nun an, den Drittplatzierten der zweiten Liga. Am Montag fuhren Mannschaft und Trainerstab des einzigen verbliebenen Bundesliga-Gründungsmitglieds wieder nach Malente, um sich auf die beiden Partien (Donnerstag und Montag) vorzubereiten. Der gegen Schalke verletzt ausgewechselte Stürmer Pierre-Michel Lasogga soll bis Donnerstag wieder fit sein. Karlsruhes Philipp Max gab schon mal eine erste Kampfansage Richtung Hamburg ab: „Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir die Uhr abstellen“, meinte er in Anspielung auf die „Dino-Stadionuhr“ des HSV. Auf das verschobene Saisonende angesprochen, befand KSC-Trainer Markus Kauczinski: „Urlaub wird überschätzt!“ Alles angerichtet also für ein spannendes Saison-Finish!

Bildnachweis: Thinkstock, 532289003, iStock, ViewApart

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