Ökonomische Architektur der Zukunft: Wohin führt uns der Trend?

Schon immer setzte sich der Mensch mit seinem Umfeld auseinander. Er baute sich Unterkünfte als Schutz, doch einher ging sofort auch die Ausgestaltung durch Lagerstätten aus Moos oder Fellen, mittels Wandmalereien oder Ornamenten auf Zeltwänden. Jede Zeitgeschichte hat ihre eigene Architektur – Barock, Renaissance, Rokoko, Bauhaus – um nur einige zu nennen.

Themen der Architektur

Die wesentlichste Aufgabe ist das Definieren, Positionieren und Ausgestalten von Räumen. Die Formgebung gehört zum ästhetischen Aspekt des Bauens. Der Gebrauchswert, die Funktion eines Gebäudes oder einer landschaftlichen Fläche haben ebenfalls einen hohen Stellenwert. Seit den 1980er Jahren stehen Nachhaltigkeit, ökologisches Bauen und das Vermindern des Energieverbrauchs immer mehr im Mittelpunkt beim Schaffen von neuen Räumen für den Menschen.

Ökologie beim Bau

Führende Architekten haben sich seit Beginn der Ökologiebewegung für ein Umdenken beim Bauen eingesetzt. Doch erst vor einigen Jahren verabschiedeten bekannte internationale Architekten auf der Biennale in Venedig ein Manifest für eine „Dritte Industrielle Revolution“ und kurz darauf formulierten deutsche Architektenverbände ein zusätzliches Manifest unter dem Titel: „Vernunft für die Welt“. Die Architektur der Zukunft fußt auf der Erkenntnis, dass Gebäude die größten Umweltsünder der Welt sind. Laut dem „Erfinder“ von Triple Zero beim Bau, Werner Sobek, sorgen Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden für mehr Emission als der gesamte Transport und Verkehr. Deshalb sollen künftig Häuser mit dreimal Null gebaut werden.

Triple Zero und die Architektur der Zukunft

Dreimal Null meint, dass ein Haus im Durchschnitt nicht mehr Energie verbrauchen darf, als es selbst produziert. Es darf kein Kohlendioxid auswerfen und beim Abriss von ihm keinerlei Müll übrig lassen, also vollständig recyclebar sein. Selbstverständlich sollen Atmosphäre und Ästhetik darunter nicht leiden. Einige Vorzeigeprojekte in dieser Bauweise gibt es bereits. Zum Beispiel das Haus des oben erwähnten Architekten und Professoren Werner Sobek. Auch die Metropolregion Stuttgart hat sich das Entwickeln eines Klima-, Energie- und Ressourcensparprogrammes als Aufgabe gestellt. Die Uhlandschule wird deutschlandweit die erste Schule sein, die mehr Energie produziert als verbraucht und damit jährlich 216 Tonnen CO2 einsparen. Ein Öko-Vorzeigeviertel, „City-Prag“, soll entstehen. Hier wird es beispielsweise Bürogebäude mit Windrotoren auf Dächern, Photovoltaikblenden an Fassaden und Klimaröhren in den Betondecken geben, die damit einen fast CO2 freien Energieverbrauch haben. Geothermie deckt zu 70% die Heizlast ab, so dass die Gebäude ohne teure, fossile Energie auskommen und die Nebenkosten erheblich sinken können.

Mit Triple Zero ist die Marschzahl für das Gestalten menschlicher Räume festgelegt und wieder wird das tatsächliche Entstehende Visionen aus Filmen und Büchern weit überragen. Die Architektur der Zukunft hat bereits begonnen und verspricht, Forschergeist und Abenteurertum stetig anzuregen.
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Eine Meinung

  1. Handwerker (wie z.B. Flaschnereien, Maler, Rohrreinigung, Messtechniker) sind wahnsinnig

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