Nikolaus – der Ursprung einer Tradition

Der heilige Nikolaus von Myra (heutige Türkei) war ein Bischof und wurde als Wundertäter bezeichnet. Sein Todestag fiel auf einen 06.Dezember. Somit wurde dieser Tag zu dem Gedenktag an den heiligen Nikolaus und ein kirchlicher Festtag mit vielen Bräuchen. Nikolaus gilt als Helfer in fast allen Schwierigkeiten. Er ist seit 1555 als Gabenbringer für die Kinder belegt und wird als deren Wohltäter verehrt. Die bekannteste Legende besagt, dass er eines Nachts drei Schwestern mit Gold beschenkte, indem er die Klumpen durch die Fenster warf und sie somit vor der Prostitution bewahrte, zu der sie ihr Vater zwingen wollte. Daher entstammt auch der Einlegebrauch, das nächtliche Füllen der Schuhe o.ä. Das Brauchtum zum Nikolaustag ist regional sehr unterschiedlich. So gab es z.B. in mittelalterlichen Klosterschulen den Brauch der Wahl eines „Kinderbischofs“, der nach dem Prinzip der verkehrten Welt den Erwachsenen predigte und ihr Verhalten tadeln durfte.Ein weiterer Brauch war seit dem 15. Jahrhundert das Schiffchensetzen, bei dem aus Papier oder anderen Materialien Nikolausschiffe gebastelt wurden, in die der Heilige seine Gaben legen soll. Der Hintergrund für diesen Brauch könnte das Schifferpatronat sein, bei dem er sich auf ein in Seenot geratenes Schiff von drei Pilgern begab, den Sturm stillte und das Schiff sicher in den Hafen brachte. Auch heute noch findet sich auf vielen Handelsschiffen ein Bildnis des St. Nikolaus. Das Nikolausschiffchen wurde später durch Schuh, Strumpf oder Stiefel abgelöst. Die Kinder stellen also heute noch am Vorabend des Nikolaustages die Schuhe vor die Tür, damit der Heilige sie auf seinem Weg durch die Nacht mit Erdnüssen, Mandarinen, Schokolade usw. füllen kann.

Und was hat nun Knecht Ruprecht mit dem Nikolaus zu tun? Tja – er soll der Helfer des Heiligen bei der nächtlichen Beschenkungstour sein. Verschiedene Erzählvarianten beschreiben den Knecht Ruprecht auch als furchteinflössenden  Gehilfen, der ihm zur Seite gestellt wurde. In Österreich trägt dieser z.B. den Namen Krampus und in der Schweiz ist er als Schmutzli bekannt. Und so hat jedes Land seine eigene Bezeichnung, aber eines haben alle gemeinsam – die Hauptfigur – den Heiligen Nikolaus.

 

11 Meinungen

  1. Dann freuen wir uns einfach alle auf den nächsten Besuch unseres Nikolaus in ein paar Wochen.

  2. Dann freuen wir uns einfach alle auf den nächsten Besuch unseres Nikolaus in ein paar Wochen.

  3. Es wird immer schwieriger gegen den pelzkrämpigen Weihnachtsmann mit Knollennase zu bestehen und das Brauchtum des Hl. Nikolaus zu bewahren.Hier finden Sie Nikolaus Bekleidung die einem Bischof würdig sind.

  4. Es wird immer schwieriger gegen den pelzkrämpigen Weihnachtsmann mit Knollennase zu bestehen und das Brauchtum des Hl. Nikolaus zu bewahren.Hier finden Sie Nikolaus Bekleidung die einem Bischof würdig sind.

  5. Vielen Dank für den sehr informativen Blog über den NikolausWir wünschen allen ein frohes, gesegnetes Fest !

  6. Vielen Dank für den sehr informativen Blog über den NikolausWir wünschen allen ein frohes, gesegnetes Fest !

  7. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt, so dass es das Weihnachtsgeschenk Weihnachtsgeschenk erst am 24./25.12. gab.

  8. Ursprünglich war der Nikolaustag auch der Tag der Weihnachtsbescherung. In einigen Ländern ist er dies auch heute noch. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen die Heiligenverehrung wurde die Bescherung in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt, so dass es das Weihnachtsgeschenk Weihnachtsgeschenk erst am 24./25.12. gab.

  9. In den Niederlanden kommt der Nikolaus sogar auf dem Schiff daher und man sagt den Kindern, wenn sie nicht artig sind, werden sie mit dem Schiff nach Spanien genommen. Schon lustig, weil das heutzutage ja mitunter ein Anreiz zum Unartigsein sein könnte.

  10. In den Niederlanden kommt der Nikolaus sogar auf dem Schiff daher und man sagt den Kindern, wenn sie nicht artig sind, werden sie mit dem Schiff nach Spanien genommen. Schon lustig, weil das heutzutage ja mitunter ein Anreiz zum Unartigsein sein könnte.

  11. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nach Jahren des Unterrichtens das Gedicht „Vergnuegungen“ hasse. Speziell wenn die Frage nach „die Dialektik‘ kommt, stellen sich bei mir alle Nackenhaare auf.

    Ich habe also zu Erich Frieds „Was es ist“ gewechselt, und muss sagen, dass das Gedicht sich im Unterricht, speziell Anfangsunterricht genauso gut eignet wenn nicht besser.
    Nur eine Alternative fuer die Brecht mueden 😉

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